Titel Logo
Tangermünde
Ausgabe 5/2026
Verwaltungsinformationen
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Verwaltungsinformationen

Spielende Kinder am Hafen um 1905

Tiere auf dem Hafenschlamm um 1905

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

nach vielen Jahren intensiver Vorbereitung gibt es nun eine entscheidende und erfreuliche Nachricht: Zur Entschlammung des Stadthafens in Tangermünde ist offiziell eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden. Damit kann ein Projekt umgesetzt werden, das für viele Einwohnerinnen und Einwohner von großer Bedeutung ist.

 

Der Hafen ist seit jeher ein prägender Teil unseres Stadtbildes und ein wichtiges Aushängeschild – sowohl für die Bürgerschaft als auch für unsere Gäste. In den vergangenen Jahren haben sich jedoch zunehmend Sedimente im Hafenbereich abgelagert. Besonders in trockenen Sommern wurde das Problem sichtbar: Die Nutzung des Hafens ist eingeschränkt, Ruder- und Wassersport sind teilweise kaum noch möglich.

Die nun genehmigte Maßnahme sieht vor, die abgelagerten Sedimente aus dem Hafen zu entfernen und auf einer speziell vorbereiteten Fläche zwischen Hafendeich und Elbe fachgerecht zu lagern und dort als Füllmaterial zu verwenden. Ziel ist es, die Nutzbarkeit des Hafens dauerhaft zu verbessern und gleichzeitig ein einzigartiges Biotop in Form einer artenreichen Flachmähwiese herzustellen.

 

Mit der vorliegenden Genehmigung kann die Stadt nun die nächsten Schritte einleiten. Dazu gehört es, die Nebenbestimmungen der Genehmigung in eine detaillierte Planung einzuarbeiten und die anschließende Ausschreibung der notwendigen Arbeiten vorzubereiten.

Die Beseitigung der Hafensedimente ist weit mehr als eine technische Maßnahme. Sie trägt – ähnlich wie die Straßenreinigung oder die regelmäßige Leerung von Papierkörben – wesentlich zu einem gepflegten und ansprechenden Stadtbild bei. Ein sauberer und funktionaler Hafen stärkt nicht nur die Lebensqualität vor Ort, sondern auch die touristische Attraktivität unserer Stadt.

Darüber hinaus bestehen bereits Ideen zur weiteren Entwicklung des Hafenareals. Geplant sind unter anderem zusätzliche Steganlagen sowie Maßnahmen, die langfristig verhindern sollen, dass sich erneut größere Mengen an Sedimenten ablagern.

Im Namen der Stadt Tangermünde bedanke ich mich bei allen beteiligten Kollegen des Umweltamtes des Landkreises Stendal, bei den Mitarbeitern des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt und den Mitarbeitern von IHU Geologie und Analytik GmbH, die über viele Jahre hinweg an Lösungen gearbeitet haben, sowie bei den unterstützenden Institutionen und Partnern.

Wir werden Sie über die weiteren Schritte und den Fortschritt des Projekts weiterhin informieren.

Steffen Schilm
Bürgermeister