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Das Alte Amt
Ausgabe 1/2026
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Der neue Bahnsteig Richtung Uelzen mit den taktilen Leitlinien für sehbehinderte Menschen.

Ein kritischer Punkt bleibt die unübersichtliche Kreuzung mit dem Anschluss der Bahnhofszufahrt.

Die Deutsche Bahn und ihre vielfältigen Unterorganisationen haben mit dem Umbau des Bahnhofs zum barrierefreien Zugang zu den Zügen begonnen. Im zweiten Halbjahr 2025 ist bereits ein neuer Bahnsteig im südlichen Bahnhofsbereich parallel zur Verladestraße entstanden. Dieser Bahnsteig kann aber nur noch nach vorheriger Querung des beschrankten Bahnübergangs der Landesstraße 233 erreicht werden. Eine Querung der Gleise im Bahnhofsbereich ist verboten und auch wegen der Höhen nicht mehr möglich.

2026 steht nun der Umbau des nördlichen Bahnsteigs bevor. Das Baumaterial lagert bereits im Bereich Verladestraße. Während der Bauphase kann dann nur der neue Bahnsteig benutzt werden. Später dann im Normalbetrieb stehen der nördliche Bahnsteig Richtung Bremen und der südliche Richtung Uelzen voll zur Verfügung. Beide Bahnsteige werden mit Wartehäuschen und Fahrkartenautomaten ausgerüstet. Die Bahnstrecke bleibt eingleisig, Züge treffen sich weiterhin im zweigleisigen Bahnhof Ebstorf und lassen den jeweils anderen vorbeifahren.

Der Klosterflecken hat die Barrierefreiheit in den vergangenen Jahren gefordert und begrüßt diesen Umbau ausdrücklich. Die Maßnahmen ergänzen unser Gesamtkonzept Barrierefreiheit: Absenkung von Gehwegen, Erneuerung der Beleuchtung, Umbau der Bushaltestellen und Markierung von Treppenstufen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung.

In diesem Zusammenhang haben wir beschlossen, die Zufahrtstraße zum Bahnhofsparkplatz zu erneuern. Der vorhandene Park- und Wendeplatz bleibt dabei so wie er ist bestehen. Die Fahrbahn und der Fußweg dorthin werden saniert und zur Verbesserung der Barrierefreiheit niveaugleich hergestellt. Dabei sind auch die Straßenentwässerung und die Beleuchtung zu erneuern.

Kritischer Punkt bleibt der Anschluss der Bahnhofszufahrt und des Fußweges an die L 233. Wer nicht die Treppe zur Kreisstraße Brüggerfeld benutzt, muss für den Weg in den Ort den unübersichtlichen Einmündungsbereich vor dem Hauptgebäude der Saatzucht queren.

Mehr Sicherheit könnte hier eine Aufstellfläche zwischen der sanierten Zufahrtstraße und der Kreisstraße bringen. Für Fußgänger könnte so vor der Querung eine sichere Einsicht in die Straße Brüggerfeld geschaffen werden.

Bleibt der Bereich des beschrankten Bahnübergangs als besondere Herausforderung und potentieller Gefahrenpunkt. Hier ist nicht nur der Klosterflecken beteiligt, sondern insbesondere die für die L 233 zuständige Landesstraßenbauverwaltung und vorrangig die Bahn als Besitzerin des Bahnübergangs. Der erhält mit dem neuen südlichen Bahnsteig auch eine neue Aufgabe, nämlich die sichere Querung der Gleise auch für mobilitätseingeschränkte Personen zu gewährleisten.

Um hier eine genügende Breite und Abgrenzung des Weges sowohl zu den Bahngleisen als auch zum fließenden Verkehr auf der Fahrbahn auch für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Sehbeeinträchtigung zu erreichen, laufen derzeit umfangreiche Abstimmungsgespräche mit den beteiligten Behörden. Dabei geht es dem Klosterflecken natürlich immer darum, die maximale Sicherheit für die Menschen zu erreichen.

Eine weitere Herausforderung für die Planung und den Bau ist die Einbeziehung des geplanten Radweges von Ebstorf entlang der L 233 nach Stadorf, der ja zukünftig auch genau hier auf die einmündenden Straßen der Kreuzung treffen und die Bahnstrecke queren wird.

Wir sind sehr zuversichtlich, dass von allen Beteiligten gemeinsam eine gute Lösung für unsere Einwohner und Gäste gefunden wird.

Text: HPH