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Das Alte Amt
Ausgabe 5/2024
Gemeinde Hanstedt
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Gemeinde Hanstedt

Hanstedts Bürgermeister Karl-Otto Menk bei seiner Rede, neben ihm Landrat Dr. Heiko Blume und Samtgemeindebürgermeister Martin Feller.

Kita-Leiterin Verena Maaß befestigte gemeinsam mit Zimmermann Maik Wilken den Richtkranz, damit er per Kran hoch über das große Gebäude gezogen werden konnte.

Das Richtfest fand mit großer Beteiligung der Hanstedter Bevölkerung statt.

Hanstedt I bekommt ein neues Kita-Gebäude. Viele Hanstedter Bürgerinnen und Bürger, und mit ihnen zahlreiche Kinder, nutzten die Gelegenheit beim Richtfest dabei zu sein und danach den Rohbau zu erkunden. In seiner Rede bedankte sich Hanstedts Bürgermeister Karl-Otto Menk bei den am Bau beteiligten Unternehmen für die gute und zügige Arbeit. „Vor drei Wochen war hier nur eine Bodenplatte und nichts weiter.“

Die Bauteile des Holzrahmenbaus wurden von der Zimmereifirma Wilken vorgefertigt und in drei Wochen auf der Bodenplatte bis zum Dach aufgebaut. Er erinnerte daran, dass schon im Jahr 2022 eine Bauvoranfrage gestellt wurde. Der Gemeinderat hatte sich Pläne des Architekten angeschaut und verschiedene andere Bauten in Augenschein genommen. Der Zuschussantrag für den Kita-Bau erfolgte vor einem Jahr und Ende 2023 wurden die Arbeiten ausgeschrieben.

Landrat Dr. Heiko Blume würdigte in seinen Grußworten zum Richtfest den Kita-Bau als einen großen Schritt und freute sich, dass Anfang des kommenden Jahres der Einzug der Kinder geplant ist. Er hatte zu Beginn der Richtfeier den Bau von innen angesehen und lobte die Helligkeit in den Räumen und die großen Fensterflächen. Einen Scheck hatte er nicht mitgebracht, aber einige Tafeln Schokolade „als Nervennahrung“. „Ich komme gerne wieder, wenn der Bau fertig ist“, versprach er.

Samtgemeindebürgermeister Martin Feller lobte die nachhaltige Bauweise des Gebäudes. Er schaute zurück auf die Ausschreibung, bei der die Samtgemeine unterstützte, und stellte fest: „Das Ausschreibungsergebnis war besser als die Prognose, vielleicht gibt es beim Bau eine Trendumkehr.“

Verena Maaß, Kita-Leiterin der vom DRK betriebenen „Villa Kunterbunt“, die noch ihren Sitz in einem benachbarten Haus hat, freute sich über den Baufortschritt und bedankte sich bei den Bauarbeitern, „die immer die Kita mit einbezogen haben“. „Wir freuen uns auf die neue Kita, gemeinsam mit den Eltern.“ Gemeinsam mit Zimmermann Maik Wilken befestigte sie den Richtkranz an einem Haken, damit er bis hoch über das Dach gezogen werden konnte, um dort bunt zu schweben. Unter ihm hielt Maik Wilken seine Zimmermannsrede und wünschte Segen. Mit einem Hammerschlag ließ er die Bierflasche bersten.

Jörg Peter, Bürgermeister der Nachbargemeinde Wriedel, hatte seinen Stellvertreter Ralf Schmidtke auch mitgebracht und schaute zurück: „Wir in Wriedel haben oft Asyl gegeben, um auch Hanstedter Kinder aufzunehmen. Doch im letzten Jahr war es so eng mit den Plätzen, dass wir absagen geben mussten. Dieser Bau schafft bei mir Luft im Schornstein.“ Und wer wisse schon, ob es nicht auch einmal mit den Plätzen in die andere Richtung gehen könnte.

Gerne wurden die künftigen Kita-Räume von den Richtfeier-Gästen angeschaut und überall waren lobende Worte zu hören. Am Bratwurststand konnten sich alle stärken und für kühle Getränke war auch gesorgt. Dass Kinder eigentlich gar keinen Spielplatz mit Geräten brauchen, demonstrierten sie eindrücklich an einem großen Sandhaufen: ob hochgekrabbelt oder gelaufen, runter ging es auf dem Hosenboden.

Am Rande der Feier wurde auch Rückschau gehalten auf die Entwicklung der Hanstedter Kita, die im Jahr 1988 als Spielkreis gegründet worden war und ihr erstes Zuhause in einem umgebauten Schafstall fand.

Text: Gunda Ströbele