Landrat Axel Flader (rechts) mit den vier neu ernannten Vertretern der Kehrbezirksinhaber
Gesetzesänderung ermöglicht mehr Flexibilität für Betriebe und Kunden
Celle (lkc). In einer kleinen Feierstunde am Dienstag, 16. Dezember, verlieh Landrat Axel Flader die Bestellungsurkunden an vier betriebsangehörige Schornsteinfegermeister. Gemeinsam sprachen sie unter anderem auch über die neuen Aufgaben in deren Berufsfeld. Schornsteinfeger übernehmen inzwischen neben den klassischen Aufgaben im Rahmen der Energiewende nun auch die Überprüfung und Wartung von Wärmepumpen, da diese eine zentrale Rolle in der Heiztechnik spielen.
Seit der Gesetzesänderung vom 09.04.2025 ist es den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern möglich, einen Angehörigen ihres Betriebes als Vertretung für die Feuerstättenschau und die dabei anfallenden Tätigkeiten von der Aufsichtsbehörde bestellen zu lassen.
Folgende Schornsteinfegermeister dürfen nun in „ihren“ Kehrbezirken die o. g. hoheitlichen Aufgaben durchführen:
Jan-Michael Dierks – Kehrbezirk 106 – Gebiet: Adelheidsdorf, Großmoor, Nienhorst, Nienhagen, tlw. Celle
Fabian Marschall – Kehrbezirk 110 – Gebiet: Bergen, Wardböhmen, Bleckmar, Becklingen, Dageförde, Hagen, Nindorf, Sehlhof, Widdernhausen, Lohheide
Sascha-Joachim Schauer – Kehrbezirk 114 – Gebiet: Lachendorf, Gockenholz, Jarnsen, Bunkenburg, Hohnhorst, Spechtshorn, Hohne, Helmerkamp, Ahnsbeck
Louis Max Hiestermann – Kehrbezirk 120 – Gebiet: Eschede, Weyhausen, Schelploh, Lohe, Dalle, Starkshorn, Queloh, Heeseloh, Rebberlah, Wildeck, Bergen, Altensalzkoth, Miele, Kohlenbach, Dohnsen, Siddernhausen, Bonstorf, Hetendorf, Oldendorf, Beckedorf, Grauen, Unterlüß, tlw. Celle-Hustedt
Eine Vertretungsmöglichkeit für die Feuerstättenschau durch einen angestellten Schornsteinfegermeister oder Angestellten mit gleichgestellter Qualifikation („Meistergesellen“) bietet den Betrieben und Kunden mehr Flexibilität. Meistergesellen können so zudem ihre in der Meisterausbildung erlernten Fähigkeiten adäquat einsetzen und eine Aufwertung ihrer Tätigkeit erfahren, was die Attraktivität einer Meisterfortbildung auch ohne eigene Selbständigkeit signifikant steigert.