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Samtgemeinde Boldecker Land
Ausgabe 11/2024
Aus der Samtgemeinde
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Aus den Feuerwehren

Zwei Autos stießen zusammen, aus denen „Verletzte“ geborgen werden mussten

Am Ende des Praxistags der Samtgemeindefeuerwehr gab's noch ein Gruppenbild zur Erinnerung

Die gesamte Feuerwehr der Samtgemeinde Boldecker Land war im September beim Samtgemeindepraxistag in Weyhausen im Einsatz. Dabei war folgendes Szenario ausgearbeitet worden: Während eines (fiktiven) „Tag der offenen Tür“ bei der Firma Otto Wolf in Weyhausen kam es zu einem folgenschweren Zwischenfall... Beim Einparken war „aufgrund eines Zuckerschocks“ ein Autofahrer ohnmächtig geworden – und setzte in der Folge eine dramatische Kettenreaktion in Gang!

Der Fahrer „verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug“ und dies raste führerlos durch die Werkstatthalle. Auf der anderen Seite des Gebäudes krachte der Wagen „in einen weiteren, vollbesetzen Pkw“.

In der Halle wurde dabei die Vorstellung eines Schneidbrenners umgefahren, es wurden „mehre Personen verletzt“ oder auch in Werkstattgruben gestoßen. Durch den Schneidbrenner entstand in der Werkstatthalle zudem „ein Brand“. In den beiden Pkw wurden „zwei Personen (Dummys) schwer eingeklemmt“ und vier weitere Personen leicht verletzt eingeschlossen. Um 9:01 Uhr wurde daraufhin Vollalarm für die Samtgemeindefeuerwehr ausgelöst. Das Alarmstichwort lautete B3Y: Großbrand mit Menschen in Gefahr.

„Werkstatthallenbrand mit vermissten Personen nach einem Verkehrsunfall“

Aus dem Westzug (Weyhausen, Osloß und Bokensdorf) wurde durch die Feuerwehr Bokensdorf der Innenangriff koordiniert. Weyhausen übernahm die technische Hilfeleistung. Osloß stellte zusätzliche Atemschutzgeräteträger an Bokensdorf ab und richtete die Wasserversorgung her.

Aus dem Ostzug (Jembke, Tappenbeck und Barwedel) wurden zusätzliche Atemschutzgeräteträger an Bokensdorf unterstellt. Tappenbeck übernahm die Rettung aus dem zweiten Pkw. Jembke und Barwedel bauten eine zusätzliche Abriegelung auf der Rückseite des Gebäudes auf.

Die Gesamteinsatzleitung wurde durch den Gemeindebrandmeister mit dem Einsatzleitwagen übernommen. Insgesamt gab es 16 verletzte Personen und Dummys,die es zu retten galt. Priorität war hier das Auffinden von Personen in großen Hallen mit eingeschränkter Sicht oder die Rettung aus dem Pkw.

Die Versorgung der Personen hätte in der Realität der Rettungsdienst mit einem Großaufgebot für einen Massenanfall Verletzter (MANV) übernommen. Die Verletzten durch den Brand wurden hier also nur fiktiv dem Rettungsdienst übergeben und dann „in Sekunden geheilt“.

Bei dem Pkw-Unfall war das Übungsziel die patientenorientierte Rettung. Hier wurde die Feuerwehr durch zwei Rettungsdienstfahrzeuge von der SEG (Schnell-Einsatz-Gruppe) des Deutschen Roten Kreuzes unterstützt und so die gemeinsame Zusammenarbeit trainiert.

Die Übung wurde durch die beiden Gemeindeausbildungsleiter organisiert und von insgesamt 25 Helfern unterstützt. Darunter auch von der realistischen Unfalldarstellung des DRK. Unser Dank geht auch noch mal an alle Helfer, auch für den Kuchen zur Stärkung, und die Firma Otto Wolf und ihre Mitarbeiter, die uns das Gelände zur Verfügung gestellt hatten, bei der Vorbereitung unterstützten und zusätzlich als Darsteller mit eingebunden wurden.

Neben den Verletzen-Darstellern gab es noch „die Presse“, den organisatorischen Leiter Rettungsdienst, „nervige Instagrammer“, eine Dokumentation der Übung mit Kameras, „Schaulustige und Ersthelfer“, auf die die Einsatzkräfte reagieren sollten, um die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten.

Text und Fotos: Bijan Solati, Gemeindeausbildungsleiter Freiwillige Feuerwehr Boldecker Land