Titel Logo
Samtgemeinde Boldecker Land
Ausgabe 5/2026
Aus der Samtgemeinde
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Aus dem Boldecker Land

Der Reifezeitpunkt verschiedener Erdbeersorten variiert

Frischer geht es kaum: Erdbeeren, die Sie selber pflücken, landen ohne Umwege im Körbchen

 

Frisch vom Feld, süß im Geschmack: Die Erdbeersaison ist da. Auf dem Erdbeerfeld Jembke-Brackstedt können Sie wieder selbst ernten – wir verraten Ihnen Tipps, Fakten und die besten Zeiten fürs Pflücken.

Die ersten roten Früchte leuchten zwischen sattgrünen Blättern, die Sonne wärmt den Rücken – und plötzlich ist er da: dieser eine Moment, der nach Sommer schmeckt. Ende Mai startet die Erdbeersaison im Boldecker Land. Auf dem Erdbeerfeld Jembke-Brackstedt können Sie die süßen Früchte selbst pflücken – oder Sie kaufen frisch geerntete Früchte an einem der Stände in Jembke, Rühen oder Weyhausen. Alle wichtigen Fakten und Tipps rund um Erdbeeren bekommen Sie hier:

Ein Feld, viele Sorten – jede schmeckt anders

Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere. Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe unterschiedlicher Sorten, die sich nicht nur im Aussehen unterscheiden. Manche Früchte sind hellrot und besonders saftig, andere tiefrot und intensiv im Geschmack. Auch der Reifezeitpunkt variiert – während einige Sorten schon früh im Jahr erntereif sind, lassen andere sich etwas mehr Zeit.

 

Genau das macht den Reiz beim Selberpflücken aus: Man kann probieren, vergleichen und herausfinden, welche Erdbeeren einem am besten schmecken. Ein Tipp vom Feld: Die süßesten Früchte verstecken sich oft ein Stück weiter innen in den Reihen – dort, wo nicht jeder sofort pflückt. Wer sich ein bisschen Zeit nimmt und genauer hinschaut, wird oft mit besonders aromatischen Beeren belohnt.

Erdbeeren pflücken – ein Ausflug ins Grüne

Ein Besuch auf dem Erdbeerfeld ist mehr als nur Einkaufen, es ist ein kleines Sommererlebnis. Zwischen den Reihen bücken sich Familien, Kinder vergleichen stolz ihre größten Funde und irgendwo lacht jemand, weil die erste Erdbeere direkt im Mund landet statt im Körbchen.

Unser Tipp: Besonders entspannt ist das Pflücken unter der Woche, etwa dienstags oder mittwochs – dann ist es auf dem Feld oft etwas ruhiger, ideal für alle, die große Mengen zum Einkochen brauchen. Wer früh am Tag kommt, hat zudem die besten Chancen auf besonders frische, pralle Früchte. Und: Die ersten Juniwochen gelten als Hochsaison. Die Pflanzen hängen voll, und das Pflücken geht fast wie von selbst.

Frisch, regional – und überraschend gesund

Naschen kann nicht gesund sein? Quatsch: Erdbeeren sind richtig süß, lecker – und gesund: Tatsächlich enthalten sie mehr Vitamin C als viele Zitrusfrüchte. Dazu kommen Folsäure und wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen. Gleichzeitig bestehen Erdbeeren zu einem großen Teil aus Wasser. Perfekt also für alle, die leicht und bewusst genießen möchten.

Am besten schmecken sie natürlich direkt vom Feld. Wenn Sie sie zu Hause lagern, dann  bitte möglichst kühl und lichtgeschützt. So bleiben Aroma und Vitamine länger erhalten. Und noch ein Vorteil: Wer regional erntet oder einkauft, bekommt besonders frische Ware, ganz ohne lange Transportwege.

Selber pflücken lohnt sich gleich doppelt

Frischer geht es kaum: Erdbeeren, die Sie selber pflücken, landen ohne Umwege im Körbchen. Das schmeckt man. Gleichzeitig können Sie beim Selberpflücken oft auch sparen, im Vergleich zu bereits gepflückter Ware sind die Früchte meist deutlich günstiger. Ein kleiner Trick: Bringen Sie einfach Ihr eigenes Gefäß mit. Vor Ort wird es gewogen, sodass Sie keinen zusätzlichen Korb kaufen müssen. Das spart nicht nur Geld, sondern reduziert auch Verpackungsmüll.

Großes Aha: Erdbeeren sind keine Beeren

Zum Schluss noch ein Fun Fact für den nächsten Plausch: Botanisch gesehen ist die Erdbeere gar keine Beere. Sie gehört zu den Rosengewächsen und wird als sogenannte „Scheinfrucht“ bezeichnet. Das Fruchtfleisch, das wir essen, ist eigentlich der verdickte Blütenboden. Die eigentlichen Früchte? Das sind die kleinen gelben Körnchen auf der Oberfläche – und die zählen zu den Nüssen. Klingt verrückt, ist aber so. Und macht die Erdbeere gleich noch ein kleines bisschen spannender.

Beeren-Hunger bekommen?

Ab Ende Mai öffnen die Verkaufsstände des Erdbeerfelds Jembke-Brackstedt in Jembke, Rühen und Weyhausen. Spätestens im Juni kannst du selbst aufs Feld und pflücken. Also: Körbchen schnappen, Sonne genießen und den Sommer schmecken. Die Saison ist kurz – und genau das macht sie so besonders.

Text und Fotos: Maren Schulze, Ökotrophologin