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Mitteilungsblatt der Samtgemeinde Brome
Ausgabe 3/2026
Schulen
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RS Rühen im Fußballfieber

Mit dem höchsten Ziel, nämlich bei der Siegerehrung als Letzter aufgerufen zu werden, den Pokal in die Hände zu schließen und einen Fußball als weitere Trophäe mit nach Hause in die Drömlingsmetropole Rühen zu nehmen, fuhren die Kiebitz-Kicker an den anderen Rand des Landkreises Gifhorn, nach Meine. Gleich das erste Spiel wurde Beleg dafür, dass offensichtlich auch die anderen Schulmannschaften Gleiches anstrebten. Und mit dieser Einstellung gelang im ersten Spiel der erste Sieg. Allerdings für den Gegner aus Sassenburg.

Das war ein bitterer Einstieg in das Turnier. Im Spiel zwei ging es gegen das OHG. Gegen diese Mannschaft wollten die Rühener Pennäler unbedingt siegen, war es doch das OHG, das uns im letzten Turnier 2020 am Weiterkommen hinderte. Der Plan war soweit in Ordnung, allein die Anzahl der Gegentore war zu hoch. Nach der dritten Niederlage allerdings fanden die Buben vom ehemaligen Zonenrand immer besser ins Spiel.

Im letzten Gruppenspiel gegen die punktgleichen Gastgeber Meine musste wenigstens ein Unentschieden her, um sich zumindest für die Trostrunde zu qualifizieren. Allerdings war es unser Torwart Joris, der als Erster hinter sich greifen und den Ball aus dem Netz holen musste. Schon wieder lag man zurück, und ein Weiterkommen schien nicht mehr in Sichtweite.

Mit einem Tor von Matteo in quasi letzter Sekunde erfüllte sich dann aber letztlich doch der Traum. Die Fußballreise ging weiter. In einem weiteren Spiel gegen die Fritz-Reuter Realschüler eskalierte die Lage. In einem Gerangel an der Bande wurde Matteo zu Boden gerissen. Der Gegenspieler würgte unseren Spieler und setzte zu einem Schlag ins Gesicht an. Das beherzte und geistesgegenwärtige Einschreiten von Amin, der den Spieler sofort von Matteo wegzog, dabei aber selbst einen Schlag von einem anderen Spieler abbekam, verhinderte Schlimmeres. Tumult war die Folge. Die im Anschluss getroffene Entscheidung, die Fritz-Reuter-Realschule vom Turnier zu disqualifizieren, führte zu Aggressionen bei den Mühlenstädtern. Erst das Rufen und Erscheinen der Polizei entspannte die Situation.

Die RS Rühen war damit noch eine Runde weiter, verlor aber im Anschluss ein weiteres Spiel, so dass das Turnier als Siebter von elf Mannschaften beendet wurde. Alles in Allem war das Ergebnis in Ordnung. „Für mehr hätte es auch mehr Leistung bedurft“, so das Fazit von dem begleitenden Sportlehrer Hendrik Müller.

Die Schüler zogen jedoch ein eigenes Fazit: „Das Crazy, Herr Müller“. Und mit dieser insgesamt positiven Einstellung fuhren die Schüler wieder zurück an den anderen Rand des Landkreises Gifhorn in den Autos der 3 netten Muttis, die sich zuvor als Fahrservice bereit erklärt hatten. An dieser Stelle möge noch einmal unser Dank dafür gedruckt werden. Ohne die Bereitschaft der Mamas wäre diese ereignisreiche Reise schlichtweg nicht möglich gewesen. Und so bleibt nur noch der Ausblick in die Zukunft: Wenn es im nächsten Jahr wieder heißt GSDS (Gifhorn sucht das Superteam), folgen wir dem Ruf und geben erneut unser Bestes.

Hendrik Müller, Sportlehrer, Realschule am Drömling Rühen