Liebe Sassenburgerinnen und Sassenburger,
das Jahr 2025 liegt nun hinter uns.
Insbesondere Straßenbaumaßnahmen in unserem Gemeindegebiet stellten Sie, liebe Einwohnerinnen und Einwohner, aber auch die Verwaltung, vor besondere und außergewöhnliche Herausforderungen.
An erster Stelle zu nennen ist hier die Sanierung der Ortsdurchfahrt der Landesstraße 289 in Westerbeck.
Dies führte zu Einschränkungen nicht nur innerhalb der Ortschaft selbst, sondern phasenweise auch zur Unterbrechung einer wichtigen Nord-Süd- bzw. Süd-Nord-Achse innerhalb unseres Landkreises. Leider hielten sich die allermeisten Verkehrsteilnehmer nicht an die an sich festgelegte, weiträumige Umleitung.
Innerörtliche Umleitungsstrecken waren dadurch viel frequentiert und auch teilweise überlastet.
Insbesondere den direkten Anwohner/-innen der Hauptstraße, aber erst recht denjenigen, die Anlieger von Umleitungsstrecken waren, aber auch Gewerbetreibenden, sonstigen Dienstleistern, deren Kunden und nicht zuletzt Landwirten wurde Einiges abverlangt. Hierbei wurden im ständigen Dialog mit Ihnen, dem Niedersächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr, der ausführenden Baufirma und der Verwaltung jedoch stets konstruktive und sachdienliche Lösungen gefunden.
An dieser Stelle sei noch einmal ausdrücklich allen gedankt, die die damit verbundenen Auswirkungen über Monate mitgetragen und vor allem ertragen haben!
Erfreulicherweise konnte die gesamte Ortsdurchfahrt Anfang Dezember unter Einhaltung des ursprünglichen Zeitplans freigegeben werden – das ist bei einer Maßnahme solchen Umfangs keineswegs selbstverständlich.
Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen – das Ortsbild hat durch diese Maßnahme gewonnen.
Ein weiteres Nadelöhr bildete eine weitere Baumaßnahme des Landes, namentlich die Errichtung einer Ampelanlage an der Einmündung der L 289 auf die B 188 im Bereich der IGS Sassenburg.
Hierdurch wurde nach Festlegungen der Verkehrsunfallkommission ein Unfallschwerpunkt beseitigt. Es darf festgestellt werden, dass die hierdurch befürchtete Rückstaus ausgeblieben sind – einer intelligente Ampelschaltung sei Dank!
Schließlich folgte in 2025 neben den abschließenden Asphaltierungsarbeiten an der K 93 im Bereich der Fehringstraße in der Ortschaft Triangel auch noch die Neuverlegung der Trinkwasserleitung entlang der K 93 vom Bereich der IGS Sassenburg bis zum Ortseingang Triangel. Das war mit einer wochenlangen halbseitigen Sperrung verbunden, konnte aber noch vor Weihnachten und also noch vor dem Wintereinbruch abgeschlossen werden.
Daneben erfolgten im Baubereich eine Vielzahl von Sanierungs- und Verschönerungsarbeiten, so z.B. Malerarbeiten an Schulen und Dorfgemeinschaftshäusern, der Austausch der sog. ELA-Anlage an der Findorff-Schule, die aufwändige Beseitigung von Legionellenbelastungen in zwei Turnhallen oder auch der Ersatz des abgängigen Teppichbodens im Bürgerbüro des Rathauses, der durch einen pflegeleichteren und ansprechenderen Belag ersetzt wurde.
Einen großen Raum nahmen aber auch die Planungen künftig umzusetzender Baumaßnahmen ein.
Allen voran die Vorarbeiten und die Durchführung eines sog. Wettbewerbsverfahrens zur Erstellung einer Planung für die Erweiterung und zum Umbau unserer Grundschulen zu Ganztagsgrundschulen.
Dieses Verfahren bezog sich zunächst auf die Grundschulen in Westerbeck und Grußendorf. Über die Ergebnisse haben wir ausführlich in der Ausgabe 07/2025 unseres Mitteilungsblattes berichtet.
Auch die Findorff-Schule in Neudorf-Platendorf wird zukünftig zu einer Ganztagsschule erweitert. Allerdings muss zuvor erst noch der Neubau der benachbarten Sporthalle vorangehen, für die wir versuchen Fördergelder aus einem Bundesprogramm zu erlangen. Erst im Anschluss kann die alte Halle abgerissen werden, um für die Schulerweiterung Platz zu schaffen.
Die bauliche Umsetzung vor allem dieser Vorhaben steht weit oben auf der Prioritätenliste, um den künftigen, bundesrechtlich vorgegebenen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Kindern im Grundschulalter zu erfüllen, der bis zur Baufertigstellung vorübergehend im Rahmen der Hortbetreuung realisiert werden wird.
Weitere große Baumaßnahmen, wie etwa der Neubau der Feuerwehrgerätehauses in Grußendorf stehen auf der Agenda, wobei zugehörige Prioritätensetzungen durch die aktuell noch nicht abgeschlossenen Haushaltsberatungen erfolgen werden.
Vielen der vor uns liegenden investiven Maßnahmen bzw. Projekten ist eines gemein:
Sie beruhen ganz wesentlich auf bundes- bzw. landespolitischen Vorgaben, sind also insoweit auch hinsichtlich des Realisierungszeitpunktes fremdgesteuert, und das leider ohne eine auch nur annähernd auskömmliche Gegenfinanzierung durch die „Auftraggeber“.
Hier stößt die Gemeinde eindeutig an Grenzen der eigenen Finanzierbarkeit. Bereits seit Jahren gelingt es nicht mehr, die laufenden Aufwendungen des Ergebnishaushaltes durch entsprechende Erträge zu decken. Diese Entwicklung wird durch vorgenannte Vorgaben noch verschärft.
Dennoch gilt es zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und die vor uns liegenden Herausforderungen, auch im Sinne einer ausbalancierten Prioritätensetzung bei der Projektrealisierung und unter Erschließung zusätzlicher Einnahmequellen gemeinsam zu meistern.
Abschließend wünsche ich allen Einwohner/-innen ein gutes, gesundes und friedliches neues Jahr. Möge es von Zusammenhalt, gegenseitigem Respekt und positiven Entwicklungen für unsere Gemeinde geprägt sein.