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Eschenblatt
Ausgabe 11/2020
Aus Vereinen und Verbänden
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Hegeschau des Hegerings Eschede

Die diesjährige Hegeschau des Hegerings Eschede fand am 22. Februar in der Glockenkolkhalle in Eschede statt.

Vor der Versammlung nutzten interessierte Nichtjäger die Möglichkeit, sich in der öffentlichen Schau die Trophäen der in der letzten Jagdsaison erlegten Wildtiere anzuschauen.

Hegeringleiter Helge John eröffnete um 15 Uhr die Versammlung und begrüßte den Kreisjägermeister Hans Knoop sowie den Vorsitzenden der Celler Jägerschaft Jan Peter Dralle, sowie die Bläsergruppe „Zwölfender“, die wie in den vergangenen Jahren für die musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgten.

Nach Feststellung der Beschlussfähigkeit bat Herr John die Anwesenden, sich zu erheben, um der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder zu gedenken.

In seinem Bericht erläuterte er die Jahresstrecke bei den verschiedenen Wildarten.

Hervorzuheben ist der Anstieg der Rotwildstrecke trotz Wolfsvorkommen und Nachtjagdverbot.

Auffällig war die starke Steigerung der Nutriastrecke, besonders aber die beim Schwarzwild (+80%)!

Vor dem Hintergrund des drohenden Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest haben die Jäger durch gemeinsame Anstrengungen vorbildlich gehandelt, doch werden die Bestände trotzdem noch als sehr hoch eingeschätzt, so dass weitere intensive Bejagung erforderlich ist.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ ging Herr John auf die Pflegeaktion des Hegeringes am Schafstallweg ein, bat, auch dieses Jahr wieder sich am „Schießen der Vereine“ des Schützenvereins Eschede zahlreich zu beteiligen, kündigte an, dass sich der Hegering dieses Jahr wieder bei der Ferienpassaktion beteiligen möchte, berichtete von dem Engagement, ein Insektenhotel im Ortskern Eschede zu errichten und lobte namentlich Werner Dralle für seine Fallenjagdbemühungen, mit denen er manche Einwohner unterstützt, die z.B. mit Mardern Probleme haben.

Anschließend wurde der Vorstand neu gewählt.

Hegeringleiter Helge John wurde in sein Amt wiedergewählt. Für den scheidenden Stellvertreter Mathias Buhr wurde Jörn Gromoll aus Scharnhorst, für die scheidende Schriftführerin Ria Rantze wurde Sabrina Mücke aus Burghorn gewählt.

Kassenwart Carsten Heuer durfte sich über seine Wiederwahl freuen.

Die Obleute werden auf Vorschlag vom Vorstand benannt.

Helga Bartels für den Naturschutz und Richard Winkelmann für die Öffentlichkeitsarbeit wurden wiederbenannt.

Schießobmann Malte Karitzky hört auf und die Stelle bleibt unbesetzt.

Für die zur Zeit unbesetzte Stelle des Hundeobmanns wird es wohl im Jahresverlauf eine Neubesetzung geben.

Der Kreisjägermeister Hans Knoop ging in seinem Bericht auf die Strecke des Landkreises ein.

Auch hier ist ein starker Anstieg der Schwarzwildstrecke zu verzeichnen.

Seiner Einschätzung nach ist die Frage bei der Afrikanischen Schweinepest nicht, ob sie kommt, sondern nur wann sie kommt…

Zur Wolfsproblematik berichtete er von der sich ändernden Gesetzeslage zur Entnahme von „Problemwölfen“.

Der Vorsitzende der Celler Jägerschaft Jan Peter Dralle beleuchtete in seinem Beitrag geplante Änderungen im Bundesjagdgesetz, u.a. den Schießnachweis bei Gesellschaftsjagden für Schrot und Kugel, vom Bemühen um „Bleiminimierung“ und beim Waffengesetz die Erlaubnis, zukünftig Schallminderer einzusetzen.

In Niedersachsen betrug die Jahresstrecke beim Nutria mittlerweile mehr als 30000 Stück.

Ab Mai wird wohl die Trichenschaupflicht für diese Tierart aufgehoben.

Zum Schwarzwildverzehr berichtete er von häufigem Befall der Leber mit Hepatitis-E-Erregern, so dass man hier immer auf gutes Durchbraten achten sollte.

Um 17.20 Uhr schloss Herr John die Versammlung.

Abschließend lud der Hegering wieder zum gemeinsamen Vesper, welches, wie schon im Vorjahr, vom Schützenverein Scharnhorst ausgerichtet wurde.

Richard Winkelmann