„Fake News oder KI-generierte Deep Fakes verbreiten sich durch Social Media viral. Was passiert, wenn Menschen getäuscht werden? Stellen Sie sich ein konkretes Beispiel vor und zeigen Sie die möglichen Folgen.“
Mit dieser Aufgabenstellung hat sich Perdita Früh, Abiturientin am Immanuel-Kant-Gymnasium in Lachendorf, im Rahmen des 72. Europäischen Wettbewerb 2025 beschäftigt. Für das Thema ist Perdita durch ihr Engagement als stellvertretende Wahlvorsteherin bei der Europa- und der Bundestagswahl in ihrer Heimatgemeinde Wienhausen sensibilisiert worden. Da die sozialen Medien für immer mehr Menschen die einzige Informationsquelle darstellen, ist Desinformation auf diesen Kanälen eine Bedrohung für die Demokratie. Daher, so Perdita, sei Aufklärung sehr wichtig, um den eigenen Medienkonsum kritisch zu reflektieren und die Fähigkeit zu erlangen, mit Desinformation umzugehen. Im Rahmen des Wettbewerbs hat Perdita ein Magazin entworfen, das zentrale Fragen beantwortet: Was sind Desinformationen? Welche Akteure verbergen sich dahinter? Welche Ziele haben sie? Welche Maßnahmen ergreift die EU auf gesetzgeberischer Ebene gegen Desinformation? Und wie kann der Einzelne sich vor Desinformation schützen? Perdita hat in Printmedien und in geprüften digitalen Quellen zu der Thematik recherchiert und ihre Ergebnisse mit Design-Elementen anschaulich und ansprechend visuell gestaltet. Damit hat sie die hochrangige Jury vollauf überzeugt. Sie wurde für ihrem Beitrag, nicht nur mit einem Landespreis, sondern sogar mit einem Bundespreis ausgezeichnet. Diesen durfte sie in Form eines Reisepreises sowie einer Urkunde vor kurzem bei der feierlichen Preisverleihung im Niedersächsischen Landtag entgegennehmen.
Der Europäische Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, ist der älteste Schülerwettbewerb in Deutschland. Seit 1954 findet er als Instrument der europapolitischen Schulbildung statt. In diesem Jahr haben deutschlandweit insgesamt 74.337 Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb teilgenommen.