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Eschenblatt
Ausgabe 42/2021
Wissenswertes
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Celler Schulen sollen von Fortbildungsprogramm profitieren

Christina Torbrügge (links), Koordinatorin der Gesundheitsregion Celle, hier mit Anne Bühler, Geschäftsführende Leitung der Psychosozialen Beratungsstelle Celle, setzt für ihre Fortbildung auf die Kooperation mit dem regionalen Hilfesystem.

Qualifizierung soll Beratungsangebot um Themen der psychischen Gesundheit erweitern

Viele Studien verdeutlichen seit geraumer Zeit eine Zunahme psychischer Auffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter. Zuletzt haben die Ergebnisse der COPSY-Studie (Corona und Psyche) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) in erschreckender Weise aufgezeigt, dass die belastenden Lebensumstände während der Corona-Pandemie psychische und psychosomatische Auffälligkeiten verstärkt haben. Hinzu kommt, dass das Wissen über Hilfsangebote in der Bevölkerung begrenzt ist und die Angst vor Stigmatisierung eine zusätzliche Hürde darstellt. Aus diesen Gründen kommen nur etwa 10 bis 30 Prozent aller Kinder mit psychischen Auffälligkeiten in Kontakt mit dem professionellen Hilfesystem. Besonders im schulischen Kontext bleiben diese Tatsachen nicht verborgen.

Vor diesem Hintergrund haben Akteure der Gesundheitsregion Celle die Projektidee der Celler „Mental Health Scouts" entwickelt. Ziel des Projektes ist es, die psychische Gesundheitskompetenz von Schülerinnen, Schülern und Lehrpersonal nachweislich zu verbessern. Hierzu bietet die Gesundheitsregion Celle eine kostenlose 2-tägige Fortbildung für pädagogisches Fachkräfte der Sekundarstufe I an. Im Rahmen der Schulung werden themeninteressierte Fachkräfte (Lehr- beziehungsweise Beratungslehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter oder pädagogische Fachkräfte) zur Vertrauens- und Ansprechperson für die psychischen Belange der Schülerinnen und Schüler ausgebildet. Sie sollen so das bereits etablierte Beratungsangebot an Schulen um das Thema psychische Gesundheit erweitern. Ein weiterer Bestandteil der Fortbildung ist das Unterrichtskonzept, welches Schülerinnen und Schüler mit Wissen und Kompetenzen wappnen soll, die sie darin befähigen, ihre eigene psychische Gesundheit zu fördern. Gezielte Informationen und Aufklärung sollen auch zur Reduktion von Stigma und Vorurteilen gegenüber Erkrankten beitragen. Das Unterrichtskonzept soll ein regelmäßiges Angebot eines Jahrgangs werden. Innerhalb der Fortbildung wird sich auch das regionale Hilfssystem der psychosozialen und therapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen inhaltlich vorstellen. Diese Zusammenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der regionalen Vernetzungsstruktur.

Die Fortbildung findet am 4. und 5. November auf dem Kreisgelände des Landkreises Celle statt. Sollten Sie als Schule, Lehrkraft, Schulsozialarbeiterin oder Schulsozialarbeiter Interesse an der Qualifizierung haben, so erhalten Sie weitere Informationen über die Koordinierungsstelle der Gesundheitsregion Celle unter Tel. 05141/916-5032 oder per Mail: christina.torbruegge@lkcelle.de. Anmeldeschluss ist der 30.10.2021.