Ein wunderschönes Fest liegt hinter uns! Beetzendorf war einer von 20 Orten beim diesjährigen Lichtblütenfestival Altmark.
Die Gemeinde als Veranstalter plante gemeinsam mit Ise Kadow, dem Heimat-verein, den Lichtkünstlern Denny und Klaus Wuttke, Mathias Borchardt und der Künstlerin Nicolettea Geiersbach aus dem Ökodorf Siebenlinden ein umfang-reiches Programm.
Die Tage im Vorfeld waren sehr aufregend, da die Wetterprognosen ständig wechselten. Denn ein Aufbau der hochwertigen Technik wäre bei Niederschlag unmöglich gewesen und damit das Fest ausgefallen. Aber das Glück war auf unserer Seite und es blieb trocken.
Am Freitag konnte die Technik installiert werden und die von den Hortkindern und Gymnasiasten angefertigten Lampions wurden über den Sitzen der Freilichtbühne aufgereiht.
Los ging es am Sonnabend um 14.30 Uhr in der Freistraße 11 bei Ise Kadow in der ehemaligen Fleischerei Germer. Schüler der 12. Klasse des Gymnasiums Beetzendorf boten selbstgebackenen Kuchen und Kaffee an, den die Besucher in wunderschönem Ambiente in Hof und Garten bei Livemusik mit Liedermacher Tim Liebert aus Jena und der Band Silibon aus dem Ökodorf genießen konnten. Der Heimatverein sorgte für kalte Getränke und öffnete seine nebenan liegende Heimatstube für interessierte Besucher. Doris Tepelmann führte einige Gäste durch den Ort.
Auch die Marienkirche war geöffnet und Kantorin Conny Jung ließ die Orgel erklingen. Gabriel Stoicescu bezauberte die Gäste mit dem Avemaria auf seiner Geige.
Ab 18.00 Uhr strömten Gäste aus nah und fern in unseren Park. An den urigen Ständen, die von dem Apenburger Andreas Schwieger kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, war bei dem umfangreichen kulinarischen Angebot die Entscheidung schwierig. Buffets der 9. Klasse der Sekundarschule und der 12. Klasse des Gymnasiums, Pellkartoffeln aus einem rustikalen Dämpfer mit von Doreen Fäseke zubereitetem Quark, Hirschkalbgulasch aus dem Dutch-Oven, von Herrn Schwieger zubereitet, und Spieße vom Mangalgrill, angeboten vom Voltegierverein Beetzendorf-Käcklitz standen zur Auswahl. Kalte Getränke am Stand der DLRG, Wein und Käse beim Heimatverein, Cocktails und (witterungsbedingt) Glühwein und Punsch vom Jungen BEE der Gesunden Region ließen keinen Wunsch offen.
Die vorbereiteten Gläser mit Teelichtern wurden von vielen Besuchern an den Wegrändern verteilt. Firma Startkraft aus Beetzendorf hat ihre Produkte zu Verkostung und Erwerb angeboten. Ein wunderbares Miteinander der Mit-wirkenden war für alle sichtbar.
Im Dämmerlicht begannen die Attraktionen. Die Kinder sammelten sich zum Lampionumzug, der von beleuchteten Stelzenläufern angeführt wurde.
Glückliche Kinderaugen strahlten und machten alles noch heller. Auf ihrem Weg kamen sie an einigen Musikern vorbei, die an verschiedenen Orten in beleuchteter Umgebung ihre Instrumente erklingen ließen (Eva Decker- Geige, Stefan Schultze- Gitarre, Marc Andre Klotz- Kontrabass).
Der Wunschbaum auf der Frühlingswiese machte jetzt schon neugierig, kam dann aber erst in völliger Dunkelheit zur Geltung. Er akzeptierte nur Wünsche, deren Erfüllung keinem anderen Menschen schaden würde.
Gegenüber des Wunschbaumes, auf dem Wasser, gab es eine weitere Attraktion. Auf einem auf zwei Kanus zusammengebauten, wunderbar dekorierten und beleuchteten Floß, spielte Andre Ulbricht aus Peertz auf seinem E-Piano zauberhafte Musik. Viele Besucher standen träumend am Ufer.
Der Lampionumzug endete an der von Feuerwehrmann Denny Walter beauf-sichtigten Feuerschale.
20.00 Uhr eröffnete der Zeremonienmeister aller 20 Feste, Ralf Engelkamp, in einem einmaligen Kostüm gemeinsam mit den Organisatoren auf der Freilicht-bühne die Veranstaltung.
Bürgermeister Enrico Lehnemann betonte in seiner Dankesrede, dass das wunderbare Fest an diesem einzigartigen Ort kein Selbstverständnis sei.
Einerseits brauchte es sehr viel Engagement der Ehrenamtlichen, aber auch Geld. Das Fördergeld vom Land Sachsen-Anhalt hätte nicht ausgereicht und darum bedankte er sich ganz herzlich noch einmal bei den zahlreichen Sponsoren.
Danach begann die Krähenperformance, geleitet von Nicoletta Geiersbach und Sophie Willert, die durch eindrucksvolles Licht untermalt wurde. Die alten Krähen verlieren zum Schluss durch das optimistische, fröhliche Wirken der jungen Nachkommen ihre Trauer, ihre Sorgen, ihre dunkle Ausstrahlung und beginnen im gemeinsamen Tanz ein friedvolles Miteinander.
Mit einer atemberaubenden Vorstellung der Hula-Hoop-Tänzerin Kha Whoops aus Berlin endete die Bühnenvorstellung.
Bis 22 Uhr wurde noch fröhlich miteinander geplaudert und gelacht. Danach ging es wieder in die Freistraße 11 zur After-Show-Party. Im Hof wurde ausgelassen zu Funk und Soul der 70 er und 80 er geschwoft und gefeiert. Die Atmosphäre war zauberhaft und die Stimmung fröhlich. Für den zweiten Hunger gab es frische Mettenden aus der Räucherkammer und Getränke vom Heimatverein.
Wieder ein gelungenes Zusammenspiel von Initiatoren und Bürgern.
Mag dieses Fest dazu beitragen, dass wir den Wunsch unseres Bürgermeisters in die Zukunft mitnehmen: „Lassen Sie uns wie die Krähen sein, respektierend und friedlich miteinander leben.“