Liebe Leserinnen und Leser, in der Vergangenheit habe ich Sie an dieser Stelle auf bestehende Betrugsmaschen hingewiesen. Vor kurzem bin ich auf einen Hinweis aufmerksam geworden, der uns deutlich zeigt, dass Betrüger und Betrügerinnen aktuell einen neuen Weg gehen, um an ihr erspartes Geld zu kommen. In Folge der Digitalisierung und zunehmenden Verbreitung des Onlinebankings gibt es für Kunden oder Kundinnen auch die Möglichkeit, per Telefonanruf Überweisungen zu veranlassen. Und in Bezug auf das Telefonbanking gibt es aktuell gehäufte Mitteilungen bei den Banken, dass Kunden oder Kundinnen Anrufe erhalten und bislang unbekannte Zahlungen bestätigen oder für eine Datenaktualisierung ihre Zugangsdaten nennen sollen. Die anrufenden Personen geben sich dabei als Mitarbeiterpersonal der Bank aus. Die Banken warnen aber davor und weisen darauf hin, dass Sie auf solche Forderungen nicht eingehen sollen, da sich dahinter ein Betrug versteckt. Sollten Sie also einen Anruf erhalten und man gibt sich Ihnen gegenüber als Bankenpersonal aus, bewahren Sie bitte ihre Fassung. Hören Sie sich in Ruhe an, was man von Ihnen möchte. Fragen Sie ruhig noch einmal nach dem Namen der anrufenden Person und von welcher Bank man Sie anruft. Wird hier z.B. nur von „ihrer Hausbank“ gesprochen, sollten Sie hellhörig werden. Sobald Sie auch noch zur Preisgabe von persönlichen Daten oder Zugangsdaten zu ihrem Konto aufgefordert werden, sollten Sie mitteilen, dass Sie dafür keinen Grund sehen und das Telefonat unverzüglich beenden. Anschließend sollten Sie sich mit ihrer Bank in Verbindung setzen und hinterfragen, ob es tatsächlich Schwierigkeiten mit ihrem Konto gibt. Ist dies der Fall, ist der Gang zur Bank und den dortigen Ansprechpartnern angebracht. Wenn es mit ihrem Konto aber keine Probleme gibt, dann können Sie von einem Betrugsversuch ausgehen und sollten die Polizei informieren. Für das Gespräch mit der Polizei halten Sie bitte die Telefonnummer aus ihrem Anrufspeicher bereit, von der Sie angerufen wurden. Machen Sie sich auch Notizen, wann Sie angerufen wurden, ob die anrufende Person eine männliche oder weibliche Stimme hatte, ob man mit Ihnen in hochdeutsch oder mit einem Dialekt gesprochen hat. Dies sind wichtige Informationen, die für spätere Ermittlungen der Kriminalpolizei von Bedeutung sein könnten.
Der heutige Hinweis reiht sich ein in viele andere Versuche, auf betrügerische Art und Weise an ihr Geld zu kommen. Daher können wir nur immer wieder darauf hinweisen, dass im Zusammenhang mit Bankgeschäften
• E-Mails (mittlerweile fehlerfrei verfasst!)
• SMS
• Sonstige Nachrichtenwege im Internet
• Anrufe am späten Abend oder in der Nacht
grundsätzlich mit äußerster Vorsicht zu behandeln sind und auf keinen Fall z.B. dort hinterlegten Internetlinks gefolgt werden soll. Diese Wege zielen grundsätzlich darauf ab, ihre Zugangsdaten zu erlangen und damit anschließend ihr Geld zu transferieren. Gelingt den Tätern oder Täterinnen dies, haben Sie keine Chance, ihr Geld von der Bank erstattet zu bekommen. Auch eine Rückholung ist äußerst schwierig, da erlangtes Geld regelmäßig über verschiedene Konten, auch ins Ausland, weitergeleitet wird.
Sollten Sie Fragen zu diesem oder einem anderen Thema haben, sprechen Sie uns bitte im Rahmen unserer Sprechstunden oder telefonisch unter 03902/93935916 an.