Am 27.11. fand das diesjährige Grünkohl-Essen im Landgasthof Trüter statt. Nach der der Begrüßung durch Wolfgang Wills und dem Essen gab es einen Vortrag zum Thema „Klimaschutz im Alltag“. Es wurden die Bereiche Wohnen, Nahrungsmittel und Mobilität angesprochen.
Im Bereich Wohnen entstehen die meisten Klimagase durch die Bereitstellung von Wärme für das Heizen und die Bereitstellung von Warmwasser an. Der Energiebedarf für Licht und Haushaltsgeräte ist im Vergleich dazu eher gering. Einsparpotential bietet unter anderem die Verwendung von Duschköpfen mit Wassersparfunktion und die Reduzierung der Raumtemperatur in wenig genutzten Räumen. Der Einsatz von Wärmepumpen bietet durch die Verwendung der Umgebungswärme eine hohe Effizienz, führt aber zu relativ hohen Investitionen.
Die Vermeidung von Abfall im Nahrungsmittelbereich trägt ebenfalls zur Vermeidung von Klimagasen bei, da durch den gesamten Produktionsprozess und die Transporte unnötige Ressourcen verbraucht wurden. In Deutschland werden jährlich 11 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeschmissen. Regionale und saisonale Produkte senken den ökologischen Fußabdruck durch die geringeren Transportentfernungen und die geringere Lagerdauer.
Im Bereich Mobilität fallen ebenfalls hohe Emissionen an. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Verkehrsträgern wurden erläutert. Der öffentliche Personenverkehr ist grundsätzlich klimafreundlicher, dabei aber auf eine hohe Auslastung angewiesen. Im ländlichen Bereich ist dies nur schwer bis gar nicht zu gewährleisten. Größere Einkäufe sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ebenfalls nicht zu bewerkstelligen. Durch Fahrgemeinschaften und die Verbindung von Fahrten lassen sich hier aber deutliche Effekte erzielen. Flugreisen erzeugen trotz immer weiter steigender Energieeffizienz die höchsten Emissionen pro Kilometer. In Verbindung mit den großen Reisestrecken führt dies zu deutlichen Emissionen.
Insgesamt ein informativer und interessanter Abend, der gut besucht war. Text u. Bild: Wills