Das Unternehmen "Unser Schopp" und der Dorster Ortsrat hatten in den Herbstferien zu einer Informationsveranstaltung über einen Dorfladen eingeladen. Die rund 100 gestellten Stühle sollten am Ende nicht ausreichen, denn gut die doppelte Anzahl an Interessenten fand den Weg ins Dorfgemeinschaftshaus. Die Anwesenden erlebten einen sehr interessanten Vortrag der beiden "Unser Schopp" -Mitarbeiter Sandy Hoppert und Simone Boost sowie einleitenden Worten des Ortsbürgermeisters.
Nach vielen Absagen anderer Anbieter hatte man in Dorste schon beinahe die Flinte ins Korn geworfen und die Idee eines Nahversorgers im eigenen Ort begraben. Nun aber kann man wieder Hoffnung schöpfen. Das Unternehmen strebt die Eröffnung eines kleinen Dorfladens mitten im Ort an. Der Laden würde in Containerbauweise entstehen und stolze 108m2 Platz bieten, was ziemlich genau der Grundfläche des letzten Lebensmittelmarktes im Ort entspricht. Die Container sind nach neuesten Energie-Standards gedämmt und laufen zu nahezu 90% autark, Dank der Nutzung und Speicherung von Sonnenenergie. Durch die clevere Verwertung der Abwärme der Kühltruhen- und Schränke muss der Laden erst bei -4°C zusätzlich beheizt werden.
Ein barrierefreier Zugang ist garantiert. Das Betreten des Ladens ist mit dem Personalausweis, der EC-Karte und einer Kundenkarte möglich. Sofern gewünscht an 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Das Sortiment umfasst zum Start rund 1400 Artikel. Hier dürfen die Einwohnerinnen und Einwohner dann ihre Wünsche mit einbringen und das Sortiment erweitern. Lokale Lebensmittelerzeuger sollen unbedingt mit eingebunden werden. Bezahlen geht ebenfalls per Kundenkarte, Kredit- und EC-Karte sowie per Smartphone. Ein Preisniveau, das sich an den üblichen Supermärkten orientiert, ist angestrebt. Es wird eine kleine Sitzecke, einen Kaffee-Vollautomaten und eine Spielecke für Kinder geben.
Der Betreiber braucht garantierte Einnahmen. Diese werden in erster Linie durch den Abschluss eines Abonnements generiert. Das Abo beginnt ab einem Wert von 20€ in der Woche, die Höhe nach oben ist frei wählbar und theoretisch unbegrenzt. Ein durchschnittlicher Haushalt mit 2 Kindern gibt im Übrigen mehr als 100€ in der Woche für Lebensmittel aus, der Mindestwert scheint daher also fair gewählt.
Das Abonnement läuft über zwei Jahre. Das Guthaben verfällt dabei erst 6 Monate nach Vertragsende. Restguthaben des einen Monats können zudem auf die nächsten Monate übertragen werden und zusätzlich gibt es auf den eingezahlten Betrag einen Bonus in Höhe von 5%, der entweder selbst genutzt oder beispielsweise auch an Vereine im Ort weitergegeben werden kann. Das Abo selbst kann ebenfalls übertragen werden, sollte man darin keinen Nutzen mehr sehen. Bei einem Wegzug besteht die Möglichkeit der Kündigung.
Die Ortschaft braucht rund 200 Abonnenten, um das endgültige Startsignal an den Betreiber zu geben. Momentan liegt man nach wenigen Tagen schon bei deutlich über 100 Interessenbekundungen. Anschließend erfolgt durch das Unternehmen die Beantragung von Fördermitteln, das Stellen eines Bauantrages etc. Realistisch betrachtet könnte der Markt Ende des kommenden Jahres eröffnet werden.
Auf der Infoveranstaltung wurden Zettel zur Interessenbekundung ausgehändigt, die bei Gerrit Armbrecht (Edelhof 3) abgegeben werden können. Blanco-Zettel liegen zudem in der Volksbank aus. Investoren haben die Möglichkeit das Vorhaben zu unterstützen. Eine Mindesteinzahlung von 500€ wird mit 4% vergütet. Auch hier haben sich bereits einige Interessenten gefunden.
Was der Laden trotz seines innovativen Konzepts benötigt ist Personal. Der Ladenbestand muss kontrolliert werden und an 1-3 Tagen in der Woche soll auch die Kasse mit Personal besetzt sein. Zu diesen Zeiten ist dann auch Barzahlung und die Rückgabe von Pfand möglich.
Es liegt in der Hand der Dorster Bevölkerung, was aus der Idee des Dorfladens wird.
Interessenbekundungen für das Abonnement oder Investments können auch online unter folgendem Link abgeschlossen werden:
https://www.dein-schopp.de/gemeinde-dorste/
Es ist eine für den Ort wohl einmalige und letztmalige Chance auf eine Einkaufsmöglichkeit. Text: Armbrecht; Bilder: Ortsrat Dorste