Die SPD-Abteilung Hörden-Elbingerode hatte im Februar in den Eulenhof eingeladen. Gut 50 Personen waren der Einladung gefolgt, um sich über den Katastrophenschutz zu informieren. Die Vorsitzende, Elke Kreth-Schumann begrüßte dazu Kreisrätin Marlies Dornieden sehr herzlich und dankte für ihre Bereitschaft, zu diesem Thema zu referieren.
Der Bevölkerungsschutz ist zunächst Aufgabe der Gemeinden, führte Frau Dornieden aus. Ihnen obliegt die örtliche Gefahrenabwehr, der Rettungsdienst, der Brandschutz und die „Technische Hilfe“. Erst ab einem bestimmten Level (außergewöhnlicher Schadensfall und Katastrophenfall) beginnt die Zuständigkeit des Landkreises. Er bildet für solche Fälle einen Stab. Der Zivilschutz (Schutz vor kriegsbedingten Gefahren) ist dann Aufgabe des Bundes.
Der Landkreis hat Notfallpläne aufgestellt und schafft die notwendigen Voraussetzungen für sein Handeln. Ausführlich erläuterte sie die Planungen für die neue Feuerwehrtechnische Zentrale in Ebergötzen. Die Hochwasserlage 2023 und die Waldbrände 2024/25 bedeuteten größere Herausforderungen für alle.
Es gibt Ereignisse, die den Alltag total unterbrechen. Dazu gehört der Ausfall der Strom- oder der Wasserversorgung, aber auch der IT-Ausfall. Darauf muss sich jede und jeder persönlich vorbereiten. Hier geht es nicht ohne Selbstsorge. Dazu gehört, sich mit Essen und Trinken zu bevorraten, ein Notgepäck griffbereit zu haben und Vorsorge zu treffen, wie man ohne Strom heizen und kochen kann. Besonderes Augenmerk bedürfen in solchen Fällen Menschen mit Behinderung. Ein Ratgeber ist über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz erhältlich.
Der Landkreis sorgt für die Einrichtung von „Notfall-Leuchttürmen“, die als Anlaufstelle dienen. Hier kann man Informationen erhalten und weitergeben und Notrufe absetzen.
Kreisrätin Marlies Dornieden gab den Anwesenden eine beeindruckende Fülle von Informationen mit auf den Weg und machte deutlich, wie sinnvoll es ist, sich auch persönlich und als Kommune rechtzeitig mit solchen Situationen auseinanderzusetzen.
Im Anschluss an den Vortrag lud die Vorsitzende, Frau Kreth-Schumann, die Anwesenden ein, bei Grünkohl und Bregenwurst miteinander ins Gespräch zu kommen. Text u. Bild: Keil