Die Altmark war auch 2025 eine beliebte Reiseregion. Das belegen die aktuellen Tourismuszahlen, die auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB 2026) vom Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt verkündet wurden. Mit insgesamt 667.953 Übernachtungen ist nach mehreren Jahren mit Besucherzuwachs erstmals ein leichter Rückgang um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen.
Angesichts schwieriger gewordener äußerer Rahmenbedingungen durch die getrübte Wirtschaftslage, die Inflation und eine vor allem in den Ferienzeiten im Sommer und Herbst verregnete Saison zeigt sich der Tourismus in der Region damit dennoch weitgehend stabil. Insbesondere eine Zahl sticht positiv hervor: Mit einer Aufenthaltsdauer von durchschnittlich 2,8 Tagen blieben die Gäste in der Altmark länger als in jeder anderen Region Sachsen-Anhalts. Auf Platz zwei folgt der Harz mit durchschnittlich 2,7 Tagen. Insgesamt zählten die Gastgeber in der Altmark 240.653 Ankünfte im Jahr 2025. Die Zahlen der Altmark entsprechen dem Landestrend: Auch für Sachsen-Anhalt insgesamt gingen die Übernachtungszahlen gegenüber 2024 um 1,4 Prozent zurück.
Die vom Statistischen Landesamt veröffentlichten Gästezahlen für die Altmark im Jahr 2025 bilden nur einen Teil des tatsächlichen Tourismusgeschehens ab, da in der Statistik ausschließlich Gastgeber ab zehn Betten erfasst werden. Kleinbeherbergungen, Ferienwohnungen und Privatquartiere – die in einer ländlich geprägten Region wie der Altmark eine zentrale Rolle spielen – gehen in die amtliche Statistik nicht ein. Bisher fehlt eine belastbare Datenerfassung für diese Betriebe. Vergleichbare Regionen und bundesweite Zusatzstatistiken zeigen, dass der nicht erfasste Anteil typischerweise konservativ berechnet bei 20 Prozent liegt – er könnte in ländlichen Reiseregionen wie der Altmark sogar ca. ein Drittel betragen. Für die Altmark können die Gästezahlen bei ganzheitlicher Betrachtung mit durchaus 800.000 bis 820.000 Übernachtungen im Jahr 2025 angenommen werden. Letztlich sind diese Annahmen zwar Hochrechnungen aus Vergleichszahlen strukturell ähnlicher ländlicher Reiseregionen mit hohem Anteil an Ferienwohnungen, Privatzimmern und kleinen Pensionen – sie zeichnen jedoch ein Bild ab, das der Tourismusverband der Altmark von seinen Touristinformationen der Kommunen gespiegelt bekam: Die Saison 2025 war eine gut gebuchte, stabile Saison.
Letztlich belegen dies auch die Zugriffszahlen auf die Website der Altmark: 250.000 Besucher im Jahr 2025 – ein Anstieg um über 40 % zum Vorjahr. Zudem zeigt auch der Blick in die Berechnung des „Wirtschaftsfaktor Tourismus Altmark“, zuletzt berechnet für das Jahr 2023: 205 Mio. EUR Umsatz, der mittelbar und unmittelbar aus dem Tourismus in die Region floss – das Potenzial für einen starken Tourismus in der Altmark ist da und das Interesse am Altmark-Tourismus ebenfalls!
Auch Martin Schulze vom Landestourismusverband Sachsen-Anhalt fordert: „Es ist dringend erforderlich, die amtliche Tourismusstatistik künftig systematisch sowohl um den Tagestourismus sowie um Daten zu Kleinbeherbergungen und privat vermieteten Unterkünften zu erweitern. Nur eine vollständige und realitätsnahe Datengrundlage ermöglicht sachgerechte politische Entscheidungen, zielgerichtete Fördermaßnahmen und eine angemessene Bewertung der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus in der Altmark.“ Carla Reckling-Kurz, Geschäftsführerin des Altmärkischen Regionalmarketing- und Tourismusverbandes (ART), kommentierte die aktuellen Zahlen mit viel Wertschätzung für das gesamte Tourismusnetzwerk Altmark: „Die stabilen Gästezahlen trotz erschwerter Bedingungen sind als Kompliment für die anhaltend gute Arbeit der touristischen Anbieter, Gastgeber und Tourist-Informationen in der Altmark zu werten. Der sanfte Rückgang zeigt aber auch, dass wir diese Entwicklung gemeinsam konsequent fortsetzen und weiterhin aktiv an der Bekanntheit unserer sehenswerten Region arbeiten müssen. Was wir noch mehr brauchen, sind starke Angebote für Gruppen und Reiseveranstalter, mehr Übernachtungsangebote – u. a. auch für größere Gruppen – und mehr touristische Freizeitangebote, vor allem Indoor-Angebote, die uns unabhängiger von Jahreszeiten und Wetter machen.“
Um auch in diesem Jahr möglichst viele Menschen von der Altmark zu begeistern, wird Besuchern und Einheimischen 2026 einiges geboten. Musikalisch kommen dank verschiedener Festivals Liebhaber fast aller Musikrichtungen auf ihre Kosten. Von August bis November holt beispielsweise das Musikfest Altmark wieder ausgezeichnete Künstler in die Region. Die Altmark Festspiele erfreuen vom 16. Mai bis zum 5. September mit insgesamt 27 abwechslungsreichen Konzerten an 18 besonderen Orten. Mitreißende Beats gibt es beim „BruPaBu“ in Brunau-Packebusch vom 6. bis 9. August. Und im September verzaubert das Festival „Brucca!“ in Kalbe (Milde) mit einer bunten Mischung aus Musik, Zirkus und Theater. Theater unter freiem Himmel lässt sich zwischen dem 20. Juni und dem 12. Juli auch erstmals auf der neu errichteten Freilichtbühne Tangermünde genießen. Dort wartet das Musical „Monty Python’s Spamalot“, basierend auf dem Kult-Film „Die Ritter der Kokosnuss“, mit einer großen Portion Humor auf, während in der Klosterruine Arendsee mit „39 Stufen“ ein furioser Ausflug in die Welt der Spione bevorsteht und „Die Kuh Rosmarie“ gemeinsam mit ihren Puppenfreunden Kinder in ihre fantasievolle Welt einlädt. Familien mit Entdeckerdrang erwartet in den acht altmärkischen Hansestädten ein rätselhaftes Hanse-Erlebnis für Groß und Klein.
Neben diesen und weiteren kulturellen Highlights ist die Altmark besonders für ihre malerische Natur und entschleunigende Aktiv-Angebote beliebt. Ob einzigartige Biber-Beobachtungen während einer Kanutour auf der Elbe oder dem Aland, unnachahmliche Freiheit bei einem Ausritt durch altmärkische Wiesen und Wälder, blühende Orchideenwiesen und Heidelandschaften als Kulisse besonderer Wanderungen oder beeindruckend weite Blicke durch die abwechslungsreichen Landschaften bei einer Fahrradtour auf dem Elberadweg oder dem Altmarkrundkurs: Die Region hält zu allen Jahreszeiten unvergessliche Entdeckungen für aufmerksame Naturliebhaber bereit. Ein besonders farbenfroher Höhepunkt ist zudem der Gartensommer Sachsen-Anhalt. Ab Mai öffnen an jedem 3. Sonntag im Monat auch in der Altmark wieder viele Gärten ihre Tore – unter anderem der Märchenpark Salzwedel, der Töpfergarten am Dömling und der Rhododendrongarten in Kamern.
Altmärkischer Regionalmarketing- und Tourismusverband
Ramona Wolf
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