Titel Logo
Der Knüppel
Ausgabe 2/2026
Gemeinde Faßberg
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Gemeinde Faßberg

Ein Jahresrückblick auf die Integrationsarbeit 2025 in der Gemeinde Faßberg

Mehr als tausend Besuche verzeichnete das Integrationsbüro im Jahr 2025 – ein Rekord, der zeigt, wie wichtig die Einrichtung für viele Geflüchtete geworden ist. Die Themen reichten von Wohnungssuche über Anerkennung ausländischer Abschlüsse bis hin zu Arbeitssuche, Schulfragen, Behördenkontakten und Unterstützung im Asyl- und Bleiberecht.

Das Team Integration berichtet von einem intensiven Jahr, geprägt von persönlichen Geschichten, Herausforderungen und vielen kleinen Erfolgen. Für viele Geflüchtete war das Integrationsbüro der erste Ort, an dem sie Orientierung fanden – und Menschen, die ihnen zuhören.

Die Wohnungssuche blieb auch in 2025 eine große Hürde. Das Team vermittelte Besichtigungen, half bei Formularen und stand Familien bei schwierigen Gesprächen zur Seite. Gleichzeitig suchten viele Ratsuchende Unterstützung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt. Lebensläufe wurden überarbeitet, Bewerbungen geschrieben, Kontakte zu Betrieben geknüpft – oft mit Erfolg.

Projekt „Einstieg in die Arbeitswelt“

Einmal wöchentlich unterstützte Frau Schemm Geflüchtete beim Schreiben von Bewerbungen und bei der Recherche nach Arbeitsstellen. Sie baute Brücken zu lokalen Arbeitgebern und half, berufliche Chancen sichtbar zu machen.

Im zweiten Teil des Projekts vermittelte Frau Göbel ein- bis zweimal pro Woche berufsspezifische Fachsprache – ein entscheidender Schritt, um im Arbeitsalltag bestehen zu können.

Projekt „Arbeitsgelegenheiten“

Eine Gruppe von 5 Geflüchteten, die Asylbewerberleistungen beziehen, unterstützten regelmäßig die Gemeinde Faßberg, indem Sie bei Umzügen halfen, den Innenhof der katholischen Kirche aufräumten und auf dem Friedhof dem Gärtner bei vielen Arbeiten assistierten. Dafür bekamen sie zusätzlich zu Ihren Asylbewerberleistungen eine Aufwandsentschädigung.

Der Deutschkurs unter Leitung von Frau Kischer fand zweimal wöchentlich im Frauen- und Mütterzentrum statt und hatte auch im Jahr 2025 viele Teilnehmende. Während des Sprachkurses betreute Frau Göbel die Kinder der Geflüchteten. So konnten auch Frauen an dem Sprachkurs teilnehmen, die keinen Betreuungsplatz für Ihre Kinder hatten. Finanziell gefördert wurde der Sprachkurs durch die VHS Celle. Der Sprachkurs brachte beeindruckende Ergebnisse hervor: 8 Teilnehmende erreichten A1 (Grundverständnis), 2 Teilnehmende bestanden A2 (Elementare Sprachverwendung) und 3 Teilnehmende schafften B1 (Selbständige Sprachverwendung).

Ein Ehrenamtlicher übte zusätzlich einmal pro Woche mit den Lernenden für die Prüfungen – ein Engagement, das sich sichtbar auszahlte.

Zweimal pro Woche öffnete das Integrationscafé seine Türen. Hier begegneten sich Geflüchtete und Einheimische, tauschten sich aus, knüpften Kontakte und bauten Netzwerke auf, die beiden Seiten halfen.

Besonders bewegend waren die Entwicklungen einzelner Familien:

Eine Mutter mit vier Kindern zog in ein anderes Bundesland, fand eigenständig eine Wohnung, arbeitet heute in Vollzeit in einem Pflegeheim, und ihre beiden erwachsenen Kinder begannen dort eine Ausbildung. Die Familie lebt nun ohne Sozialleistungen. Ein Familienvater erhielt eine Vollzeitstelle in einem lokalen Betrieb und mietete eigenen Wohnraum für seine Familie – ebenfalls ohne staatliche Unterstützung. Weitere Familien fanden Wohnungen und Arbeit und konnten so ein Stück Normalität zurückgewinnen.

Eine engagierte Gruppe Ehrenamtlicher begleitete Geflüchtete zu Ärzten, Behörden und durch den Alltag. Ihr Einsatz war unverzichtbar. Als Dankeschön lud das Integrationsbüro im November zu einem Adventsfrühstück ein – ein herzliches Zeichen der Wertschätzung.

Auch im Jahr 2026 stehen viele Herausforderungen an, die das Team Integration gemeinsam mit den Ehrenamtlichen und allen beteiligten Stellen entschlossen angehen wird. Die Erfahrungen aus 2025 zeigen: Mit Engagement, Zusammenarbeit und Menschlichkeit lassen sich große Schritte auf dem Weg zu gelingender Integration erreichen.

Julia Rieger, Integrationsbeauftragte der Gemeinde Faßberg Hasenheide 3, 29328 Faßberg

Telefon: 0 50 55 / 5 91 50 60

Mobil: 01 78 / 2 61 04 13

E-Mail: Integration@fassberg.de

Öffnungszeiten:

Offene Sprechstunde: Montag und Donnerstag von 8:00 bis 14:00 Uhr.

Dienstag, Mittwoch und Freitag nach Vereinbarung.

Deutschkurs: Montag und Donnerstag von 9:00 bis 10:30 Uhr.

Integrationscafé: Montag und Donnerstag ab 10:30 Uhr