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Ausgabe 3/2026
Lokale Informationen aus der Samtgemeinde Salzhausen
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Lokale Informationen aus der Samtgemeinde Salzhausen

Eine lebhafte Podiumsdiskussion fand im Gymnasium Salzhausen statt.

Podiumsdiskussion mit Kommunalpolitikern der Samtgemeinde Salzhausen

Salzhausen. Am langen Tisch auf der Forumsbühne des Gymnasiums Salzhausen nahmen auch in diesem Jahr wieder viele kommunalpolitische Vertreter der Samtgemeinde Platz, um mit dem 8. Jahrgang über verschiedene Themen ins Gespräch zu kommen.

Neben Samtgemeindebürgermeister Jens Köster gehörten zu den Gästen Michael Klaproth (CDU), Benedict Dudda (SPD), Claus Lorenzen (Die Grünen), Henning Schwieger (AfD), Danny Kähler (FDP) sowie Andreas Will (UWG).

Gemeinsam mit Schulleiterin Dorit von Hoerschelmann sowie den Schülerinnen und Schülern freute sich insbesondere auch die Fachschaft Politik-Wirtschaft über die zahlreiche Beteiligung eines breiten politischen Spektrums, das eine sehr lebendige Diskussion von Standpunkten zu verschiedenen Themen ermögliche. Die Moderation übernahm Fachlehrkraft Florian Pfeiffer mit Unterstützung von Katharina Denker.

Politik zum Anfassen: Rund 90 Minuten nutzten die vier teilnehmenden Klassen eine für sich einmalige Gelegenheit, den anwesenden Politikern genauestens auf den Zahn zu fühlen. Mitgebracht hatten sie viele gut vorbereitete Fragen zu allgemeinpolitischen, regional bezogenen oder auch ganz persönlichen Themen.

Mit Blick auf die Diskussion erlebten die Schülerinnen und Schüler, dass Antworten auf ein und dieselbe Frage von den Gästen – je nach Partei und Standpunkt - ganz unterschiedlich beantwortet wurden und dass dies im Zuge pluralistischer Meinungsbildung auch sein darf. In diesem Zusammenhang zeigten die Gäste dem Publikum ebenfalls, dass auch kontroverse Ansichten zu ein und demselben Thema konstruktiv und auf Augenhöhe geführt werden können.

Inhaltlich interessierten sie sich auf kommunalpolitischer Ebene besonders für Meinungen zu Themen aus dem eigenen und persönlichen Umfeld. So wurde z.B. nach dem Ausbau sicherer Fahrradwege gefragt, die nach Ansicht der Fragestellerin wenig zufriedenstellend beantwortet wurde. Auch interessierten Positionen hinsichtlich der Situation in überfüllten Bussen sowie der Ausweisung von Flächen zum Bau weiterer Windparkanlagen. Hinsichtlich der Forderung, die nächtliche Straßenbeleuchtung auszubauen, nutzte Samtgemeindebürgermeister Köster die Gelegenheit, um dem Publikum die neue „hop Elbe-Heide“-App vorzustellen, die es allen Personen mit einem gültigen HVV Ticket ermöglicht, auch nachts innerhalb des Gebiets der Samtgemeinde via Shuttle an jedes gewünschte Ziel zu kommen.

Bezogen auf den auch überregional diskutierten Neubau der Bahnstrecke entlang der A7 erfuhr das Publikum aber auch, dass der Kommunalpolitik bei vielen Themen hier z.T. Grenzen gesetzt sind, da bestimmte Entscheidungsbefugnisse auf Bundesebene wahrgenommen werden.

Und welche Wege führen überhaupt in die Politik? Hier wiesen die Gäste darauf hin, dass Politik auf kommunaler Ebene zu einem Großteil ehrenamtliches Engagement sei. Und gerade für jüngere Interessierte schlug Köster beispielsweise das Salzhäuser Jugendparlament als eine gute Möglichkeit vor, politisch schon früh wirksam zu werden und sich einzubringen. Grundsätzlich aber, so waren sich alle Gäste auf der Forumsbühne einig, sei es sinnvoll, sich zu informieren, um über die Inhalte der jeweiligen Parteiprogramme herauszufinden, welche Meinungen und Standpunkte am besten zur eigenen Person passen würden.

„Die Klassen hatten an diesem Vormittag die anschauliche Gelegenheit, politische Prozesse und die Funktionsweise von Meinungsbildung vor dem Hintergrund unterschiedlicher Inhalte zu verstehen“, so die Fachschaft Politik-Wirtschaft. „Deshalb sind solche lebendigen Diskussionen aus unserer Sicht so wichtig.“

Die Schülerschaft war vom Engagement der Gäste, die sie direkt ansprechen und ein wenig persönlich kennenlernen durften, auf jeden Fall sehr beeindruckt. Vor allem nahmen sie für sich mit, „wie wichtig ein respektvoller Austausch und gut begründete Argumente sind“, so Pauline Müller. Denn es gebe selten einfache Lösungen, da viele Aspekte berücksichtigt werden müssten. Überfordert zeigte sich das aufmerksame Publikum angesichts der vielen Positionen und Themen jedoch nicht. Denn auch wenn man selbst nicht allen Sichtweisen zustimmen könne, so wurde es als sehr lehrreich wahrgenommen, verschiedene kennenzulernen und kritisch zu hinterfragen. Vor allem aber zeigten alle Gäste dem Publikum und Pauline, „welche enorme Verantwortung die Menschen, die Entscheidungen für die Gemeinschaft treffen, in der Politik tragen.“ ph