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Samtgemeinde aktuell Gieboldehausen
Ausgabe 2/2026
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Flecken Gieboldehausen

Der Tennisclub Gieboldehausen nimmt Abschied von Norbert Leineweber

Foto: Christina Hinzmann

Lieber Norbert,

du hattest ein ganz besonderes Herzensprojekt: deinen Tennisclub. Dieser Club war für dich weit mehr als ein Ort für Sport. Er war ein Stück Heimat. Du warst 1978 Mitgründer und hast von 1978 bis 2009 als langjähriger 1. Vorsitzender den Club nicht nur verwaltet, du hast ihn mit aufgebaut, im wahrsten Sinne des Wortes. Das Vereinshaus entstand durch deine Ideen, durch deine Beharrlichkeit. Und vom Baubeginn 1980 bis zur Fertigstellung 1983 hast du viele Stunden Arbeit, die du nicht gezählt hast, weil sie aus Überzeugung kamen, investiert, deine Manpower und Expertise eingebracht.

Für dich lieber Norbert war der Tennisclub ein Ort der Begegnung. Ein Platz, an dem Generationen zusammenkamen. Wo gelacht wurde, diskutiert, gefeiert – und natürlich Tennis gespielt wurde. Seit 1980 zunächst auf 3 Plätzen und seit 1986 auf 5 Plätzen. Und auch hier warst du maßgeblich und federführend beteiligt.

Besonders schön war: Deine ganze Familie war dort zu Hause. Sie gehörte einfach dazu – selbstverständlich, selbstverständlich gern gesehen. Man spürte: Dieser Verein war Teil deines Lebens und dein Leben war Teil dieses Vereins. Dies wird auch daran deutlich, dass du von 1986 – 2002 zusammen mit deiner Frau Hella ehrenamtlich die Bewirtschaftung des Clubhauses übernommen hast.

Vom aktiven Tennis hast du dich irgendwann verabschiedet und 2009 anderen die Fäden im Vorstand überlassen. Aber es waren ganz schön große Fußstapfen, die du uns hinterlassen hast. Gut, dass du auch in der Funktion als Ehrenvorsitzender hinter den Kulissen weiterhin aktiv warst und uns mit Rat und Tat zur Seite gestanden hast.

Umso schmerzhafter war es für dich, als unser Vereinshaus im Jahr 2024 durch eine Brandstiftung vollständig zerstört wurde. Dieser Brand hat dich besonders tief getroffen. Nicht wegen der Mauern allein - sondern weil mit ihnen ein Ort der Gemeinschaft verloren ging, den du mit aufgebaut, mitgetragen und mit deinem Leben gefüllt hattest. Man konnte sehen, wie sehr dein Herz geblutet hat.

Und so warst du Norbert: Positiv und hoffend, dass an diesem Ort wieder Leben entsteht. Dass wieder gelacht wird. Dass wieder ein Zuhause für den Verein wächst. Dieses neue Clubhaus durftest du leider nicht mehr erleben. Aber wir dürfen glauben: Du schaust jetzt von oben zu. Du gibst uns Geleit. Du passt auf, dass wir, so wie du es dir gewünscht hast, wieder einen offenen Ort, einen Treffpunkt, ein Herz des Vereinslebens entstehen lassen.