Auf dem Höherberg bei Wollbrandshausen beginnt die Wallfahrtssaison traditionell am 1. Mai. Rund 500 Menschen kamen in diesem Jahr bei strahlendem Sonnenschein zum Wallfahrtsauftakt auf den Berg.
Wallfahrtspfarrer Matthias Kaminski begrüßte die Gläubigen herzlich in der Wallfahrtskapelle zu Ehren der 14 Heiligen Nothelfer. „Sie zeigen mit Ihrer Teilnahme, wie wichtig Ihnen der Berg ist“, wandte er sich an die Wallfahrerinnen und Wallfahrer. Auf dem Berg sei Gottesnähe spürbar und seine Liebe erlebbar. „Der Höherberg ist ein Ort der Zuversicht und ich bin dankbar, dass wir diesen Ort haben“, so Kaminski. Auf dem Berg stünden das Miteinander und die Gemeinschaft im Mittelpunkt und ließen ihn strahlen. „Die 14 Nothelfer stehen uns bei. Als Christen sind wir ständig unterwegs. Dabei haben wir einen klaren Weg, der durch Glaube, Liebe und Hoffnung gekennzeichnet ist“, sagte Pfarrer Matthias Kaminski.
In seiner Predigt ging er auf das Evangelium „Euer Herz lasse sich nicht verwirren“ ein. „Das Evangelium führt uns zurück zum letzten Abendmahl. Jesus kannte seine Jünger und ihre Zweifel“, so Kaminski. Auch die Gläubigen würden Momente kennen, in denen die Zeit stehenbleibe und das Schicksal in ihrem Leben Einzug halte. Derzeit würden wir in einer Welt leben, in der es viele Unsicherheiten und auch Kriege gebe. „Viele Menschen haben Angst und sie leben mit dieser Angst. Hierbei handelt es sich nicht um kleine Ängste, sondern um Grundängste“, wandte sich der Pfarrer an die Gläubigen. Ein Mittel gegen die Angst sei Vertrauen. Immer an der Seite der Gläubigen sei Jesus. „Nichts kann uns dauerhaft von Gott trennen und wir können nicht tiefer fallen als in Gottes Hände“, so Pfarrer Kaminski. In diesem Vertrauen sei Jesus uns vorausgegangen und Gott alle Tage bei uns. Glaube bedeute nicht, dass alles gut gehe, sondern dass Gott auch in schweren Situationen bei den Menschen ist. Des Weiteren ging der Wallfahrtspfarrer auch auf das Wirken der 14 Nothelfer ein. „Habt Mut, habt Vertrauen, wir müssen damit bei uns selbst anfangen, um Hoffnungsträger zu sein“, sagte Kaminski.
Zum Abschluss des Wallfahrtsamtes dankte Pfarrer Matthias Kaminski noch einmal allen für ihr Kommen: „Danke, dass wir gemeinsam feiern konnten. Hier auf dem Berg, da berühren sich Himmel und Erde“. Viele Gläubige, insbesondere auch Familien, nutzten die besondere Stimmung auf dem Höherberg, verbunden mit dem guten Wetter, um bei einem Picknick noch schöne Stunden auf dem Berg zu verbringen.
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der katholischen Kirche in Südniedersachsen