„Ist Luisa hier?“ Diese einfache Frage kann ab sofort in vielen Lokalen der Celler Innenstadt der Schlüssel zu schneller und diskreter Hilfe sein. Mit der Kampagne „Luisa ist hier!“ ist am vergangenen Freitag ein bereits im Jahr 2022 adaptiertes niedrigschwelliges Hilfsangebot erneut vorgestellt und beworben worden, das Frauen und Mädchen beisteht, die sich in der Partyszene oder im öffentlichen Raum unwohl, belästigt oder bedrängt fühlen.
Unterstützt wurde die Aktion von Landrat Axel Flader, Stadtrat Sebastian Stottmeier, Kreisjugendpflegerin Kathrin Bielmann und ihrer Kollegin Frauke Ristau, der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Celle Evelyn Hollmann sowie Polizeikontaktbeamtin Eike Thiel von der Polizeiinspektion Celle. Zudem waren rund 40 Akteurinnen und Akteure aus verschiedenen Netzwerken in der Celler Innenstadt mit sichtbaren pinken Warnwesten unterwegs, um die gastronomischen Betriebe persönlich über die Kampagne zu informieren.
Auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zeigten in der Celler Innenstadt Interesse und nutzten die Gelegenheit, sich über das Hilfsangebot zu informieren.
Die Kampagne „Luisa ist hier!“ bietet Betroffenen eine unkomplizierte Möglichkeit, Unterstützung anzufordern. Wer sich in einer bedrohlichen oder unangenehmen Situation befindet, kann sich an das Personal eines teilnehmenden Lokals wenden und die Frage „Ist Luisa hier?“ stellen.
Diese vereinbarte Code-Frage signalisiert diskret, dass Hilfe benötigt wird. Ohne weitere Erklärungen können Betroffene auf diese Weise auf ihre Situation aufmerksam machen. Anschließend wird ihnen nach Möglichkeit ein geschützter Rückzugsort, beispielsweise ein Personalraum, zur Verfügung gestellt, um gemeinsam die erforderlichen nächsten Schritte zu besprechen.
Zu den möglichen Unterstützungsmaßnahmen gehören:
Die Aktion wird von vielen Institutionen, Vereinen und Verbänden aus unterschiedlichen Netzwerken in und um Celle begleitet. Dazu zählen Vertreterinnen des Mädchenarbeitskreises, des Runden Tisches gegen Häusliche Gewalt, Jugendpflegerinnen und Jugendpfleger und Gleichstellungsbeauftragte aus dem gesamten Landkreis Celle.
Teilnehmende Einrichtungen und Lokale sind durch Plakate und Aufkleber vor Ort leicht erkennbar.
Um auch als Schutzort gelten zu können, werden die Mitarbeitenden der Gastronomiebetriebe seitens der Kreisjugendpflege entsprechend qualifiziert.
Die Initiatorinnen und Initiatoren verfolgen das Ziel, die Kampagne künftig auch auf die Stadtteile sowie die Kommunen des Landkreises Celle auszuweiten und damit noch mehr sichere Anlaufstellen für Betroffene zu schaffen.
Gastronomiebetriebe, Veranstaltungsorte und weitere Einrichtungen, die sich an der Kampagne beteiligen möchten, können sich an die Kreisjugendpflege des Landkreises Celle wenden.
Kathrin Bielmann, Kreisjugendpflegerin
E-Mail: Jugendpflege@lkcelle.de
Telefon: 05141 / 916-4711