Flett-Szene im 1978 abgebrannten Heimatmuseum.
hr/gs. Nach jahrelangem Ausräumen, Renovieren und Planen ist es endlich soweit: Die Fördermittel für die Neueinrichtung des Heimatmuseums wurden bewilligt und der Startschuss für die Realisation des neuen Einrichtungskonzeptes wurde gegeben.
Das Besondere dieses Konzeptes besteht darin, dass auch Kinder, die das angrenzende, erst kürzlich eröffnete Familien- und Begegnungszentrum besuchen, Lust haben, ins Museum zu gehen und gleichsam ihre Eltern mit sich ziehen. Während die Kinder in die Spielwelten von vier Spielhäusern, die äußerlich historischen Hermannsburger Gebäuden nachempfunden sind (Schule am Markt, alte Apotheke, Bauernhof, Lebensmittelladen), eintauchen, haben die Erwachsenen Muße, sich über benachbarte Touchscreens multimedial über Hermannsburger Schulen, Gesundheitswesen, Landwirtschaft und sonstige Betriebe zu informieren.
Außerdem können sie in fünf wichtige Szenen der Hermannsburger Geschichte eintauchen (gegenwärtiges Wohnen in diesem Ort, Leben rings ums Flett-Feuer um 1850, Zusammenleben mit Flüchtlingen um 1945, aufkommender Nationalsozialismus um 1930, Kirchenspaltung 1878) und sich bei gewecktem Interesse multimedial weitere Informationen einholen.
Zentral wird es bei allen Szenen um die Frage gehen, was dieser Ort seinen Bewohnern und Gästen bedeutet, worin sie so etwas wie eine Heimat empfinden und was dieses Geborgenheitsgefühl gefährdet. Dementsprechend wird das Museum zukünftig einen neuen Namen erhalten: „Heimatinseln Hermannsburg. Das Museum“. „In diesem Zusammenhang suchen wir noch nach weiteren alten Fotos, Geschichten und Zeitzeugenberichten. Wer uns hierbei helfen kann, wende sich bitte an Joachim Webel, Tel.: 05052-1394 oder E-Mail: joachim.webel@t-online.de.“