Am Sonntag, den 8. März, veranstaltet der Kulturverein „Vielfalt Südheide – Kultur für alle e.V.“ um 18 Uhr in der Großen Kreuzkirche Hermannsburg erneut ein besonderes Konzert mit dem Ensemble „Musica Variata“ aus Düsseldorf.
Auf dem Programm stehen Werke von Robert Schumann, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Wagner, Claude Debussy, Gabriel Fauré und natürlich von Heinz-Jacob Spelmans und Johannes Kohlhaus.
Fast alle der in Bearbeitungen und Fantasien aufgeführten Kompositionen haben eines gemeinsam: das Rheinland! – ihre Schöpfer verbinden damit ihre künstlerische Entwicklung, den Broterwerb oder im Falles Richard Wagners die mystische Darstellung des Rheins. Ebenso schätzten sie den sonoren Klang des Horns- ein Grund mehr, den Hornisten Alejandro Aragon als Gastsolisten mitzubringen.
Wie eine Intrada wirkt der Auftakt des abwechslungsreichen Konzertes mit der Vorstellung des Hauptthemas aus dem ersten Satz der dritten Sinfonie von Robert Schumann. Mit seiner kongenialen Gattin Clara und den sieben Kindern aus Dresden kommend, trat der im September 1850 seine Stelle als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf an. Inspiriert von der Mentalität und dem Frohsinn der Einheimischen schrieb er noch im gleichen Jahr das festlich-schwungvolle Thema, das zu einem lokalpatriotischen Hymnus der heutigen Landeshauptstadt wurde, als „Die Rheinische“ in die Musikgeschichte einging und die geographische Herkunftsmusik von Musica Variata ist.
Auch Felix Mendelssohn Bartholdy hatte vor Schumanns Zeit dessen berufliche Position inne. Der junge Johannes Brahms war ständiger Gast im Hause Schumanns. Es stellt sich die Frage, ob der in Bonn geborene Ludwig van Beethoven im Rheinland geblieben wäre, wenn nicht andere seine erste große Liebe verdorben hätten. So zog er zu seinen großen Vorbildern Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn nach Wien, wobei
Wenn dann aus dem „Ring des Nibelungen“ Richard Wagners der Hornruf Siegfrieds verklungen und die Rheintöchter ihren parodistischen Besuch in Hermannsburg beendet haben, geht es vom Grünen Hügel in Bayreuth in den Olymp der griechischen Antike. Werden durch einen Impressionisten und die Collage eines Querflötisten der Hirtengott Pan und die Nymphe Syrinx endlich ein Paar, um dann durch ein Wiegenlied Gabriel Faurés in die Arme von Morpheus gespielt zu werden.
Nach vielen sinfonischen, opernhaften und sagenumwobenen Tönen folgt die Krönung des Abends: die „Hochzeitsklänge“ der Variatas. Dazu kehren Mendelssohn und Wagner zurück, um mit ihnen zwei weitere Komponisten einzubinden: es sind Joseph Haydn und Johann Strauß, Sohn, die sich in einer weiteren Collage zu beliebten und unvergänglichen Vermählungsklängen zusammenfinden.
Es spielen: Johannes Kohlhaus (Querflöte), Alejandro Aragon (Horn), Heinz-Jacob Spelmans (Orgel/Klavier) Die Karten sind bgereits erhältlich und kosten 18 Euro regulär / 15 Euro für Mitglieder und 10 Euro für Schüler und Studierende.
Vorverkauf in Hermannsburg: Buchhandlung im Ludwig-Harms-Haus, Harmsstraße 2, und Blatt & Blüte, Billingstraße 12, Infos unter: www.vielfaltsuedheide.de