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Hermannsburger Rundschau
Ausgabe 4/2026
Editorial
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Editorial

gehört zu Ihrem Haushalt auch schon ein Frittenfön? Vielleicht besser bekannt als Heißluftfritteuse oder Airfryer? Jedenfalls finden sich diese Geräte seit Monaten in jeder Discounterwerbung. So gesehen, müsste wohl inzwischen in jedem Haushalt ein solches Küchengerät vorhanden sein! Oder auch nicht, sonst würde man wohl nicht mehr dafür werben.

Ich muss gestehen, auch in meinem Haushalt gibt es das inzwischen, aber nicht von mir angeschafft, sondern von unserer Tochter, die während meines Krankenhausaufenthaltes zeitsparend ihren Vater verköstigte. Rein in das Gerät, anstellen, nach der Garzeit rausholen – und fertig. Ja, auch ich freunde mich etwas damit an, jedenfalls wenn ich etwas aufwärmen möchte. Aber das Frittieren überhaupt gehört nicht zu meiner Art zu kochen. Ich bin da ganz altmodisch, lasse auch nicht von einer der beliebten Koch- und Küchenmaschinen kochen.

Aber ich stelle fest: die Airfryer sind allgegenwärtig. Jetzt gerade in der Discounterwerbung: Pommes-Kartoffeln, perfekt für die Heißluftfritteuse. Also für mich sehen die 1.5 kg Kartoffeln auf dem Foto aus wie meine Kartoffeln im Keller. Vielzweckkartoffeln, zum Braten, Kochen, Grillen etc. Nun also auch perfekt für den Frittenfön. Jedenfalls in der Werbung. Und heute im Supermarkt ein Extra-Regal: Airfryer-Gewürze. Bitte was? Na klar, Pfeffer und Salz sind oldfashioned, wahrscheinlich ebenso wie Kräuter. Soll ich nun fertige Airfryer-Gewürzmischungen nehmen, um meine Pommes-Kartoffeln im Airfryer zu garen? Was wohl dabei herauskommt - ein unkreatives Würzen auf jeden Fall, ein Gewürz-Einheitsbrei. Wer’s mag, mag’s mögen, aber nichts für mich.

Ich sende heute oldfashioned gewürzte Grüße!

Gunda Ströbele