Bekannte Gesichter, denn Theresa und Erik (hier auf dem Foto mit dem Vorsitzenden des Unternehmerverbandes Lars Kristian Behn) zieren auch die Titelseiten der Begleitbroschüren für die Ausbildungsmesse mit ihrem Bild. Beide haben auf einer der Messen ihren Beruf gefunden: Theresa als Pflanzentechnologin bei KWS und Erik als Metallbauer bei LIMAB.
Eine Bilanz, aufs Banner gezogen: Ausbildungsplatz gesucht und in Südheide gefunden. Wie Uschi Braun vom Unternehmerverband sagte, gebe es regen Andrang junger Auszubildender, auch mit auf ein Plakat des Unternehmerverbandes zu kommen.
Von Stand zu Stand gingen die Schülerinnen und Schüler, um Informationen einzuholen über die jeweiligen angebotenen Berufe. Hier am Stand von Henrik Heesch, Ergo.
Geht einfacher als man vorher denkt: aus schmalen Rohren werden Herzen am Stand von Schulz/ENG.
Eine Apfel-Challenge. Der Stand von Edeka Ehlers war immer umlagert.
Die Dachdeckerunternehmen hatten sich zu einem Gemeinschaftsstand zusammengeschlossen.
Worauf muss man beim Pflastern achten? Am Stand von Garten- und Landschaftsbau Behn konnten die Schülerinnen und Schüler selber mal ausprobieren, wie das geht.
Das große Unternehmen Rheinmetall mit seinen vielfältigen Ausbildungsangeboten durfte natürlich auch nicht fehlen bei der Ausbildungsmesse.
Mal den Pinsel in die Hand nehmen konnten die Schülerinnen und Schüler beim Infostand von Maler Winkelmann.
gs. Erwartungsvoll strömten die eingeladenen Schulklassen der Oberschule und des Gymnasiums zeitlich versetzt in zwei großen Gruppen auf das Messegelände vor und in der Oberschule Hermannsburg. Der Unternehmerverband Südheide hatte gemeinsam mit 38 Ausbildungsbetrieben und den Schulen zur Ausbildungsmesse „Meine Zukunft in Südheide“ eingeladen.
Gut gelaunte Grüppchen machten sich auf, die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu erkunden. Über allem lag ein leckerer Duft von Popcorn: das Saatgutunternehmen KWS Lochow hatte passend zum Thema Mais-Saatgut eine große Popcornmaschine mitgebracht und gefühlt jeder und jede hatte eine Naschbox mit frischem Popcorn beim Gang durch die Messe in der Hand.
Das Angebot an Ausbildungsbetrieben in der Region war breit gefächert. Vom Ausbildungsberuf bis zur Möglichkeit eines begleitenden Studiums war alles vertreten. An den Ständen informierten zahlreiche Auszubildende aus den Betrieben, ebenso wie Ausbilder. So konnten alle gestellten Fragen aus der Schülerschaft gut beantwortet werden. An fast allen Informationsständen gab es nicht nur zahlreiche Giveaways, sondern auch vielfältige Möglichkeiten mit Bezug zum Beruf selber Hand anzulegen und etwas praktisch zu erproben, ob es das Erstellen einer Farbskala war oder das Sägen, Schleifen und Hämmern.
Es konnte ein Demenzparcours erprobt werden oder mit 3D Pläne erstellt werden. Die Liste der Testmöglichkeiten wäre wohl fast so lang wie die Liste der beteiligten Unternehmen… Auch so manche begleitende Lehrkraft machte Bekanntschaft mit den praktischen Seiten der jeweiligen Ausbildung.
„Es ist gemeinsam mit den Schulen gelungen, wieder eine Ausbildungsmesse auf die Beine zu stellen“, freute sich Lars Kristian Behn, der Vorsitzende des Unternehmerverbandes Südheide beim Pressegespräch. „Personalentscheider waren vor Ort, aber auch Auszubildende und Menschen, die das schon länger machen. Lehrkräfte und Ausbilder kommen hier zusammen.“
Man versuche den Schülern mitzugeben „fangt an!“ Auch wenn man später in einem ganz anderen Beruf tätig sein werde, so sei der Anfang doch keine Fehlentscheidung gewesen. Die heutige Durchlässigkeit der Ausbildungswege wurde auch von weiteren Teilnehmenden am Pressegespräch hervorgehoben. Henrik Heesch vom Vorstand des Unternehmerverbandes hob hervor, dass die Ausbildungsmesse für Mitgliedsunternehmen durchgeführt werde, aber es werden auch Anfragen von außerhalb dazu genommen, wenn es passt, zum Beispiel aus dem benachbarten Müden.
Henrik Heesch hatte auch gleich ein Beispiel parat, das den Erfolg der Ausbildungsmesse widerspiegelt: Im Jahr 2023 war ein Schüler bei ihm am Ergo-Stand gewesen und hatte sich für den Beruf interessiert. Doch mit 16 Jahren war er zu jung, denn in dem Beruf ist ein Führerschein unerlässlich. Heesch riet dem jungen Mann nach einem Praktikum in seinem Büro, an der BBS in zwei Jahren seine Fachhochschulreife zu erlangen. „Und jetzt zum 1. August 2026 hat er den Ausbildungsvertrag unterschrieben.“
Auch von anderer Seite wurde hervorgehoben, dass es eher ein Langstreckenlauf sei als schnelle Unterzeichnen eines Ausbildungsvertrages. Man sehe, so Lars Kristian Behn, dass die Mitgliedsunternehmen zufrieden seien mit dem Erfolg der Messe. Zahlreiche Unternehmen bilden zudem in verschiedenen Berufen aus.
Siegfried Schulz, Schulz Sanitär und Heizungstechnik, zeigte sich im Pressegespräch froh darüber, diese Messe als Plattform zu haben. „Wir haben hier rund 400 Schülerinnen und Schüler an Stand und können informieren. Und wir können sie auch mal was anfassen lassen. Doch wir gehen nicht mit Ausbildungsverträgen nach Hause, denn dies ist ein längerer Weg.“ Evelyn Haller, Schulleiterin der Oberschule, schmunzelte, immer wenn sie in der Werbung des Unternehmens Schulz junge Mitarbeitende abgebildet sieht, könne sie sagen: „Alle OBS Hermannsburg.“ Doch sie seien nicht alle von der OBS, so Schulz, sondern auch vom Gymnasium. „Wenn man will, kann man nach der Lehre immer noch studieren.“
Vom Gymnasium wurde hervorgehoben, dass die Klassen 10 und 11 inzwischen in Praktika gehen. „Durch die Kontakte sinkt die Hemmschwelle.“ Praktika werden allgemein von den Ausbildungsbetrieben als erster Schritt angesehen, um sich kennenzulernen. Die Schwellenangst wird reduziert.