„Dumm wie Bohnenstroh“ – wer hat das nicht schon einmal gehört?
Die Redewendung beschreibt jemanden, der besonders unklug ist. Ihren Ursprung hat sie im ländlichen Alltag früherer Jahrhunderte: Bohnenstroh, das trockene Kraut der Bohnenpflanze, war leicht, grob und wenig wertvoll – gut als Schlafunterlage, aber sonst nutzlos.
Schon im 16. Jahrhundert nutzte der Dichter Hans Sachs Vergleiche mit Bohnenstroh, damals noch für „grob“ oder „roh“. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich daraus die feste Wendung, die Dummheit spöttisch übertreibt.
Wer also „so dumm wie Bohnenstroh“ ist, besitzt bildhaft kaum Verstand – ein volkstümliches Erbe aus bäuerlicher Zeit.