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Snevern Aktuell
Ausgabe 1/2026
Vereine und Verbände
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Vereine und Verbände

Drei Radler waren – bei den Straßenverhältnissen – sehr mutig und wurden mit einem leckeren Essen belohnt.

Frostpendler trotzen dem Winter

Warum die geplante Vollmond-Fahrt der Eisschnucken im Schneetreiben endete – und dennoch ein warmer Erfolg wurde.

Rb. Eigentlich klang alles ganz einfach – zumindest für eingefleischte Radfahrerinnen und Radfahrer: Vollmond, kalte Luft, dunkle Heide und zwei Startpunkte. Die Frostpendler der Schneverdinger Eisschnucken und die Gruppe „Soltau fährt Rad“ hatten sich für den 3. Januar zu einer besonderen Tour verabredet. Während die einen in Schneverdingen, die anderen in Soltau starten wollten, sollte das Ziel für alle gleich sein: das Restaurant Tütsberg. Nach dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ war man fest entschlossen, dem Winter sportlich die Stirn zu bieten.

Doch das Wetter hatte andere Pläne. Bereits am Freitag, dem 2. Januar 2026, begann es zu schneien – und hörte einfach nicht mehr auf. Über Nacht wuchs die weiße Pracht zu einer ordentlichen Schneedecke heran, die Straßen und Radwege gleichermaßen in eine Winterlandschaft verwandelte. Was romantisch klang, entpuppte sich schnell als Herausforderung.

Werner Mader, in Radlerkreisen als unermüdlicher Vielfahrer bekannt, wagte am Samstagmorgen einen Testlauf. Sein Fazit fiel ernüchternd aus: Der Schnee blieb nicht nur liegen, er klebte regelrecht zwischen Reifen und Schutzblech fest. An flüssiges Fahren war kaum zu denken. Sicherheit ging vor – und so entschieden sich viele der angemeldeten Teilnehmer schweren Herzens für das Auto.

Ganz ohne Pedale ging es dann aber doch nicht. Einige besonders hartgesottene Schneverdinger ließen sich den Spaß nicht nehmen und kämpften sich mit ihren Rädern durch ungeräumte Wege und tiefen Schnee in Richtung Tütsberg. Der Vollmond blieb zunächst verborgen, doch der Gemeinschaftsgeist leuchtete umso heller.

Im warmen Gastraum warteten schließlich heißer Dampf, leckeres Essen und wärmende Suppe auf alle Ankommenden – ob auf zwei oder vier Rädern. Es wurde gelacht, erzählt und Pläne geschmiedet. Und tatsächlich: Später am Abend ließ sich der Vollmond dann doch noch kurz blicken, als wollte er sagen, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist.

Am Ende zählt vor allem eines: Alle Teilnehmenden kamen wohlbehalten wieder zu Hause an. Die Vollmond-Fahrt wird nachgeholt – ganz sicher. Und dann hoffentlich bei Wetter, das nicht nur Mut, sondern auch freie Reifen verlangt. Die Ankündigung dazu folgt rechtzeitig in der Snevern Aktuell.