Der historische Klassenraum in der Schulausstellung des Kiekeberg-Museums mit Kreidetafel und Buchstabentafel
An einem sonnigen Märztag machten sich die Ehrenamtlichen des Schulmuseums Insel auf zu ihrem jährlichen Ausflug. Nachdem wir in den vergangenen Jahren schon die Schulmuseen in Steinhorst, Zetel und Hamburg besucht hatten, war dieses Mal das Freilichtmuseum am Kiekeberg unser Ziel.
Dort gibt es eine Sonderausstellung zum ländlichen Dorfschulleben der vergangenen 200 Jahre. Kern der Ausstellung ist eine umfangreiche Sammlung mit Objekten aus der Schule, die die ehemalige Schulleiterin Christine Strüfing über 60 Jahre gesammelt und dem Kiekeberg-Museum übergeben hat.
Unsere Gruppe wurde von der Kuratorin der Ausstellung begrüßt. Es ergab sich eine interessante Führung, die uns viele Informationen vermittelte, so z. B. zur Einführung der Schulpflicht. Schon 1687 sollte eine Schulordnung den regelmäßigen Schulbesuch im Königreich Hannover durchsetzen. Der Preußische Staat erließ im Jahre 1717 eine ähnliche Verordnung. Beide Erlasse zeigten wenig Erfolg, auf dem Lande hatte die Schulbildung damals keinen hohen Stellenwert. Die Haus- und Hofarbeit war den Eltern wichtiger. Dementsprechend niedrig war früher das Ansehen und die Besoldung des Lehrers. Jeder kennt das Lied vom armen Dorfschullehrerlein.
Unser Besuch wurde abgerundet mit einer Tasse Kaffee in der museumseigenen Kaffeerösterei. Wir nahmen Denkanstöße mit, die wir für die Weiterentwicklung unseres eigenen Dorfschulmuseums verwerten können.
Liebe Leserinnen und Leser, interessieren auch Sie sich für Heimatkunde und Museumsarbeit? Gern würden wir Sie in unserem Kreis willkommen heißen. Wir treffen uns jeden letzten Donnerstag im Monat im Schulmuseum um 19.30 Uhr oder rufen Sie unsere Ansprechpartner an: Erika Koopmann, Tel. 05193/6969 und Ulla Schiller, Tel. 05193/52151.