Ohof. Am Freitag, den 13. Februar 2036 um 17:13 Uhr wurden mehrere Ortsfeuerwehren der Samtgemeinde Meinersen zu einer Einsatzübung nach Ohof alarmiert. Das angenommene Szenario: Brand im Holzlager der alten Tischlerei in Ohof, zwei vermisste Personen, mutmaßlich ausgelöst durch einen defekten Ofen.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte aus Ohof stellte sich die Lage deutlich dramatischer dar als zunächst gemeldet: Statt der ursprünglich angenommenen zwei Personen galten nun sechs Personen als vermisst. Zudem drang dichter Rauch aus der gesamten Tischlerei. Umgehend wurde die Menschenrettung unter Atemschutz eingeleitet. Insgesamt gingen sieben Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor, um die vermissten Personen zu suchen und zu retten. Nach rund einer Stunde intensiver Suche konnten alle sechs vermissten Personen aus dem Gebäude gerettet werden. Parallel zur Menschenrettung wurde die Brandbekämpfung im Innen- und Außenangriff durchgeführt sowie eine umfassende Belüftung des Gebäudes vorbereitet.
Die Übung stellte hohe Anforderungen an die eingesetzten Kräfte: enge Raumverhältnisse, starke Rauchentwicklung und die Koordination mehrerer Atemschutztrupps verlangten ein strukturiertes und professionelles Vorgehen. Unter der Einsatzleitung von Sascha Prauße, stellvertretender Ortsbrandmeister von Ohof, waren insgesamt rund 60 Einsatzkräfte vor Ort. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Ohof, Seershausen, Meinersen und Leiferde sowie der Einsatzleitwagen (ELW) aus Ahnsen. Die Planung der Übung erfolgte durch Ortsbrandmeister Rene Heuer sowie Benjamin Koch, Atemschutzgerätewart. Ziel war es, insbesondere die Zusammenarbeit mehrerer Ortsfeuerwehren sowie den Einsatz mehrerer Atemschutztrupps unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren.
Die Übungsleitung zeigte sich im Anschluss zufrieden mit dem Ablauf. Die Kommunikation zwischen den Einheiten, die strukturierte Menschenrettung sowie die Einsatzdokumentation im ELW funktionierten reibungslos. Solche Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der kontinuierlichen Ausbildung und stellen sicher, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt zum Schutz der Bevölkerung und der eigenen Einsatzkräfte, so René Heuer abschließend.