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Zwischen Aller und Oker
Ausgabe 8/2024
Die Samtgemeinde informiert
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Missachtung und Zerstörung von Absperrungen sind kein Kavaliersdelikt!

Ferienzeit bedeutet vielerorts auch eine Zeit der (Straßen-) Baumaßnahmen. Nicht nur in der Samtgemeinde Meinersen verrichten viele Menschen derzeit Arbeiten, um für Straßen, Wege oder Brücken für die Zukunft „fit“ zu machen. Dafür ist es leider unabdingbar, dass vereinzelt Straßen gesperrt werden müssen. Für die Einwohnenden und Gäste der Gemeinden bedeutet dies zum Teil längere Wege und / oder Fahrzeiten. Ebenfalls leidet der ÖPNV, sodass bestimmte Haltestellen für einen gewissen Zeitraum nicht von Bussen angefahren werden können. Pendler, Eltern und viele weitere Betroffene sind verständlicherweise genervt. Warum also das Ganze?

Die Maßnahmen müssen natürlich durchgeführt werden, damit die vorhandene Infrastruktur auch für die nachfolgenden Generationen in einem guten Zustand vorgehalten werden kann. Was heute gesperrt und saniert wird, ist bald wieder frei und in einem besseren Zustand. Die Sperrungen dienen dabei vor allem der Sicherheit der Menschen, welche diese Baumaßnahmen durchführen, aber auch der Sicherheit aller am Verkehr Teilnehmenden. Für die Menschen, welche auf den Baustellen arbeiten, sind die Absperrungen eine Lebensversicherung. Für Vollsperrungen gilt, dass diese immer dann notwendig sind, wenn der Verkehr nicht so am sogenannten Baufeld vorbeifließen kann, dass die Arbeitenden noch sicher ihr Werk verrichten können. Dies wird von verschiedenen Stellen geprüft und entsprechend angeordnet. Wie in jedem anderen Beruf gibt die Berufsgenossenschaft vor, wie Arbeiten im Straßenverkehr sicher vollzogen werden müssen. Daran haben sich die Baufirmen zum Wohle der Angestellten zu halten. Ist diese Sicherheit nicht gegeben, werden auch keine Baumaßnahmen durchgeführt.

Neben den Arbeitenden auf den Baustellen sollen Absperrungen aber auch die am Straßenverkehr teilnehmenden Personen schützen. Hierbei ist es irrelevant, ob zu Fußgänger, Radfahrende oder Kraftfahrzeugfahrer – alle verdienen denselben Schutz. Das missachten von Absperrungen kann zu schweren Unfällen oder Beschädigungen führen, welche auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind. In der Vergangenheit kam es bei Vollsperrungen im Gebiet der Samtgemeinde schon zu schweren Unfällen bei Missachtung der Absperrung, weil PKW´s mit nicht beleuchteten Baumaschinen auf dem Baufeld kollidierten. Dies gilt es zwingend zu vermeiden.

Deshalb ist es nicht hinzunehmen und unbedingt zu unterlassen, Absperrungen zur Seite zu schieben oder gar die Absperrmaterialien in naheliegenden Büschen und Gräben zu „entsorgen“! Sollten daraus Unfälle resultieren, liegt die Verantwortung bei den Personen, die die Straßen „freigegeben“ haben. Dieser möglicherweise lebenslangen Schuld sollten diese sich bewusst sein.

Es wird deshalb zukünftig vermehrt Kontrollen geben, um die Handlungen, die einen „gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr“ bedeuten, zu unterbinden und entsprechend zu sanktionieren. Denken Sie bei diesem Aktionismus immer an andere, die durch das Handeln gefährdet werden.

Die Samtgemeinde Meinersen bittet deshalb um Ihr Verständnis. Sowohl die Gemeinden, die Samtgemeinde sowie der Landkreis Gifhorn sind immer für konstruktive Kritik und mögliche Anpassungen offen. Gern können Sie sich direkt per Mail an verkehrsaufsicht@gifhorn.de und verkehr@sg-meinersen.de wenden. Für ein gutes Miteinander. Umso schneller werden die Straßen auch wieder freigegeben werden können.