Am sichersten ist es, der eingebrochenen Person etwas zuzuwerfen oder -schieben, woran man sie herausziehen kann.
Auf keinen Fall aufrecht an die unsichere Stelle herangehen, sondern das Gewicht auf viel Fläche verteilen.
„Findet die Übung am Sonntag statt? Es taut doch schon.“ „Ja, weil es gerade dann am gefährlichsten ist.“ Immerhin, das Eis auf dem Heye-See war noch dick genug, dass die Wasserretter der DLRG Rehburg-Loccum ein Loch hineinsägen mussten, bevor eine Person im Überlebensanzug hineinspringen konnte. Trotzdem waren sie und alle übrigen Personen, die das Eis betreten haben, zur Sicherheit angeseilt.
Im ersten Szenario wurde dem „Opfer“ ein Gegenstand zur Selbstrettung zugeworfen – in diesem Fall eine Schleifkorbtrage, die sich gut über das Eis schubsen ließ. Gut festhalten, dann wurde sie ans Ufer gezogen. Im Ernstfall hilft auch Schal, eine Jacke mit ausgebreiteten Ärmeln oder eine Decke – alles, was aus möglichst großer Entfernung mit einem Ende zugeworfen und dann rausgezogen werden kann.
In der zweiten Übung war kein solcher Gegenstand zur Hand. Daher legte sich einer der Retter flach aufs Eis und robbte sich bis an das Loch heran, um die Eingebrochene herauszuziehen. Ganz wichtig: im Anschluss nicht aufstehen, sondern wieder zurück robben, um das Gewicht auf möglichst viel Fläche zu verteilen. Um den unvermeidlichen Muskelkater nicht schlimmer als nötig zu machen, wurde auch hier vom Ufer aus wieder nachgeholfen.
Nach zwei Stunden in der Kälte und einer erfolgreichen Übung ging es wieder zurück nach Rehburg.