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Rosdorf aktuell
Ausgabe 4/2026
Redaktionelles
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Redaktionelles

Zum Schutz der Amphibien, die zu ihren Laichgewässern ziehen, werden von ehrenamtlichen Helfern je nach Witterung ab Ende Februar/März Leiteinrichtungen, sogenannte Amphibien- oder Krötenzäune aufgestellt. Diese werden an Straßenabschnitten aufgebaut, die von den Wanderungen besonders betroffen sind, um Kröten und andere Amphibien auf ihren Wanderungen zu den Laichgewässern zu schützen. Für den Aufbau und die Betreuung des Amphibienzaunes bei Dramfeld werden derzeit dringend freiwillige Helfer*innen gesucht!

Der Amphibienzaun wird an der Landesstraße L 564 zwischen Dramfeld und Obernjesa aufgebaut.

Bei dem Amphibienzaun handelt es sich um eine ca. 50 cm hohe, undurchsichtige Kunststofffolie, die parallel zur Straße aufgebaut wird. Auf der straßenabgewandten Seite sind in regelmäßigen Abständen Sammeleimer ebenerdig eingegraben. Der Zaun wird von den wandernden Amphibien als Hindernis wahrgenommen. Beim Versuch dieses Hindernis zu umgehen, gelangen die Amphibien in die Sammelbehälter. Die in den Eimern befindlichen Amphibien werden gezählt und auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder ausgesetzt.

Zur Betreuung des Amphibienzauns ist mindestens einmal täglich eine Kontrolle mit Leerung der Sammeleimer notwendig. In Zeiten starker Wanderaktivität können sogar mehrmalige Leerungen notwendig sein.

Informationen für Interessierte, welche die diesjährigen Maßnahmen zum Amphibienschutz bei Dramfeld unterstützen wollen, gibt es bei der unteren Naturschutzbehörde,

erreichbar per Telefon 0551 525-3559

oder per E-Mail

naturschutz@landkreisgoettingen.de.

Weitere Informationen zum Thema Amphibienschutz im Landkreis Göttingen sind auf der Homepage unter https://www.landkreisgoettingen.de/ themen-leistungen/umwelt-tiere/naturschutz nachzulesen.

Hintergrund:

Sobald die Temperaturen über 5° C steigen, setzt bei ausreichend feuchtem Wetter die Wanderung von Erdkröten, Grasfröschen, Molchen und anderen Amphibien ein. Die Hauptwanderzeit erstreckt sich von 19:00 bis 24:00 Uhr. Die Überquerung von Straßen endet für die Tiere dabei häufig tödlich, da Amphibien etwa fünf Minuten zur Querung benötigen. Werden sie vom Scheinwerferlicht angestrahlt, nehmen sie zudem eine Schreckstellung ein. Eine Vielzahl von Tieren wird so überfahren.