Alle „Bäume des Jahres“ der Halballee auf der Südseite sind einheimische Baumarten, das gilt auch für die inzwischen neu gepflanzten 13 Bäume auf der Nordseite des Wartbergs. Diese wurden im Rahmen eines neuen Projekts mit dem Namen „Allee klimawandeltauglicher Baumarten“ ebenfalls von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde gestiftet.
An verschiedenen Forschungsanstalten laufen seit einigen Jahren Versuche, Baumarten zu identifizieren, die entweder im Waldbau oder auch als Stadtbäume das Potenzial einer höheren Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels haben.
Die Vorauswahl von 27 Baumarten erfolgte auf Basis einer umfangreichen Auswertung der Fachliteratur durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg, in der klimawandelrelevante Literaturkenntnisse zur Ökologie, Standortsbindung, Anbau, Ertrag, Holzverwendung und Risiken infrage kommender Baumarten zusammengetragen wurden.
Aus den dort vorhandenen 35 Arten wurden nachfolgend gelistete 27 ausgewählt:
| Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) | Echte Walnuss (Juglans regia) |
| Sand-Birke (Betula pendula) | Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) |
| Hainbuche (Carpinus betulus) | Europäische Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) |
| Edelkastanie (Castanea sativa) | Ahornblättrige Platane (Platanus acerifolia) |
| Säulen-Zitterpappel (Populus tremula 'Erecta') | Ungarische Eiche (Quercus frainetto) |
| Vogelkirsche (Prunus avium) | Silber-Linde (Tilia tomentosa) |
| Deutsche Eiche / Stiel-Eiche (Quercus robur) | Nordmann-Tanne (Abies nordmanniana) |
| Traubeneiche (Quercus petraea) | Atlas-Zeder (Cedrus atlantica) |
| Winter-Linde (Tilia cordata) | Schwarznuss (Juglans nigra) |
| Sommer-Linde (Tilia platyphyllos) | Japanische Lärche (Larix kaempferi) |
| Flatterulme (Ulmus laevis) | Österreichische Schwarzkiefer (Pinus nigra ssp. Nigra) |
| Zerreiche (Quercus cerris) | Baum-Hasel (Corylus colurna) |
| Gelbkiefer (Pinus ponderosa) | Spitz-Ahorn (Acer platanoides) |
| Elsbeere (Sorbus torminalis) |
Auf der Wartbergnordseite, beginnend an der Grillhütte westwärts den Weg entlang, durften davon nur die 13 einheimischen Arten gepflanzt werden, da der Wartberg insgesamt Teil eines Landschaftsschutzgebietes ist, in dem nicht heimische Arten nicht zugelassen sind.
Dies gilt innerörtlich nicht, sodass weitere sieben Arten, die zum Teil hier nicht heimisch sind, aber ein entsprechendes Potenzial zum Beispiel gegenüber Trockenstress haben, auf dem Friedhof gepflanzt wurden.
Die verbleibenden sieben Arten, nämlich Nordmann-Tanne, Atlas-Zeder, Schwarznuss, Japanische Lärche, Österreichische Schwarzkiefer, Zerreiche und die Gelbkiefer werden in 2026 am Wendehammer am Luhbach gepflanzt (siehe nachfolgende Zeichnung).
Für die Schwarznuss und die Zerreiche haben sich bereits zwei Stifter gefunden. Die weiteren fünf Baumarten können noch gespendet werden (siehe nachfolgende Übersicht zur Baumvergabe):
Die Pflanzung der 27 Arten an drei Standorten im Rosdorfer Gemeindegebiet dient der Information der Bevölkerung über potenziell infrage kommende, trockenstresstolerante Baumarten der Zukunft und stellt als solches einen Versuchsanbau dar, der von zukünftigen Generationen ausgewertet werden kann. Alle genannten Bäume wurden bereits oder werden in Kürze mit entsprechenden Lehrtafeln und Stifterangaben ausgestattet.
Der Ortsrat Rosdorf bedankt sich bei allen Spenderinnen und Spendern für inzwischen über 70 gestiftete Bäume.