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Wathlinger RegionsEcho
Ausgabe 13/2025
Aus dem Rathaus wird berichtet
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Starker Rückenwind fürs Archiv: Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Sommer besucht den Beirat

(mt) Zur vierten Sitzung des Archivbeirats am 26. November 2025 im Wathlinger Ratssaal konnte der Vorsitz das erste Mal Samtgemeindebürgermeisterin Claudia Sommer begrüßen. Mit ihrem Besuch würdigte Sommer die Arbeit des Gremiums und bekräftigte zugleich das Engagement der Samtgemeinde für den Aufbau eines Historischen Samtgemeindearchivs.

In ihrem Grußwort hob sie die wachsende Bedeutung kommunaler Archive hervor. Neben ihrer identitätsstiftenden Funktion spielten Archive gerade in Zeiten von „Fake News“ und Künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle bei der Sicherung demokratischer Grundwerte. Als verlässliche, nach fachlichen Standards arbeitende Wissensspeicher dienten sie der Allgemeinheit, betonte Sommer. Archive bewahrten authentische Quellen und seien damit ein „Gedächtnisort der demokratischen Gesellschaft“, den Bürgerinnen und Bürger aller Gruppen nutzten.

Die bislang vom Samtgemeinderat bereitgestellten Mittel wurden genutzt, um das bisher ungeordnete und an verschiedenen Standorten gelagerte Archivgut zu sichten, zu sichern, in speziellen Archivkartons unterzubringen und in einem Findbuch systematisch zu erfassen. Bis zum Jahresende soll zudem ein neuer Archivraum im Keller des Wathlinger Rathauses fertiggestellt werden, in dem die Archivalien künftig staubfrei, geordnet und sicher verwahrt werden.

In den kommenden Monaten sind nun die Gemeinderäte der drei Mitgliedsgemeinden gefragt: Durch klare Beschlüsse müssen sie den Weg ebnen, damit das Projekt „Historisches Samtgemeindearchiv“ alsName des Fotografen gemeinsame Aufgabe in der Hauptsatzung der Samtgemeinde verankert werden kann. Erst dann kann die Samtgemeinde diesen Servicedienst für die Einzelgemeinden fortführen.

Im Anschluss ist vorgesehen, das erstellte Findbuch mit rund 1.800 Datensätzen online zugänglich zu machen und eine geordnete Einsichtnahme in das Archivgut zu ermöglichen. Darauf folgt eine zwölfmonatige Probephase, in der die Archivabläufe weiterentwickelt, die Arbeitsprozesse an den vorhandenen Raum- und Personalkapazitäten ausgerichtet und Überlegungen zum Ausbau des Archivs konkretisiert werden sollen. Gleichzeitig soll ermittelt werden, welches zusätzliche Dokumentationsmaterial künftig gesammelt werden sollte.