Die Bilanz der Sportprüfungen von Andrea Piccenini (63, Mitglied im PHV Wietze) und ihrer 6 jährigen deutschen Schäferhündin „Finity vom Ebsdorfergrund“ liest sich hervorragend.
Eingesetzt wird die Hündin im Bereich der Rettungshundfährte und der Fährte nach den Bedingungen der FCI (Fédération Cynologique Internationale )
Fährtenarbeit, was ist das eigentlich: der Hund sucht an einer 10 Meterleine eine vom Menschen gelegte Trittspur von ca. 2000 Schritten, 3 Stunden Liegezeit, mit zahlreichen Richtungswechseln und kleinen „verloreneren“ Gegenständen die angezeigt werden müssen, ab. Als Gelände wird bevorzugt Acker oder Wiese genutzt, aber auch Grünflächen, Wald oder Baumschulen können als Untergrund eingesetzt werden. Entscheidend ist hier der Finderwille und die erlernte Technik des Hundes, die Fährte spurtreu, intensiv, selbstständig und freudig auszuarbeiten.
2025 konnte das Team bei 12 Starts 11 mal den Sieg mit einer „vorzüglichen“ Arbeit mit nach Hause nehmen. Im November 2025 qualifizierte sich Finny dann mit einem 3 Platz auf der deutschen Meisterschaft für die Weltmeisterschaft im April 2026 in der Slowakei. Nach 5 spannenden Wettkampftagen unter extrem schwierigen Bedingungen (betonharter trockener Boden, starker Wind) belegte das Team einen hervorragenden 12 Platz von 52 Startern und wurde mit dem deutschen Team Mannschaftsweltmeister.
Andrea hofft, dass Finny im Laufe des Jahres weiterhin fit bleibt und in den anstehenden Prüfungen wieder so gut abschneidet. Bereits Anfang Mai geht’s nach Brandenburg zur VDH deutschen Meisterschaft der Rettungshunde; um im Herbst dann erneut zu den Prüfungen anzutreten mit dem Ziel, sich wieder zur Fährten WM 2027 diesmal in Polen, zu qualifizieren.
Andrea möchte jedoch nicht unerwähnt lassen, sich einmal bei den ortsansässigen Landwirten zu bedanken, die je nach Möglichkeit bereitwillig Flächen zu Trainingszwecken zur Verfügung stellen. Ohne dieses Einverständnis wäre ein Training auf internationalem Niveau nicht möglich.