Im zweiten Teil des Abends stand dann das Festwochenende zum 100-jährigen Bestehen der Faschingsmusi im Fokus. Beginnend mit dem Weinfest bei welchem die „Ruperti-Blosn“ aufspielte und im voll besetzten Festzelt bereits vor dem offiziellen Beginn Partystimmung herrschte. Auch der Festsonntag mit dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche, dem großen Gemeinschaftsspiel aller anwesenden Musikkapellen am Marktplatz, sowie der Festzug durch die Waginger Straßen wurde ausgiebig beleuchtet.
Natürlich durfte die musikalische Untermalung nicht fehlen. Es erklang unter anderem der „Gummi-Mambo“ mit solistischen Glanzleistungen verschiedener Musiker, „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“, „Fiesta Mexicana“ aber auch die „Fuchsgraben-Polka“. Natürlich mit den jeweiligen Erklärungen von Thomas Pfeffer in welchem Kontext diese Titel zur Faschingsmusi stehen. Auch der „Nudlwoigler“ als Soloauftritt des ehemaligen Faschingsmusi-Chefs Franz Murr durfte nicht fehlen. Zum offiziellen Ende mit einem Potpourri bestehend aus „Mendocino“ und „Schön ist es auf der Welt zu sein“ gab es noch eine Steigerung mit der Gospel- und Jazzhymne „The Saints“ mit einem geradezu atemberaubenden Schlagzeug-Solo. Auch gesanglich überzeugten die Musiker bei diesem Titel mit dem nicht ganz originalen Text: „Ja, dann trink ma no a Weißbier! Oh, when the Saints go marchin' in“.
Die Rock'n'Roll-Klassiker „Let's twist again“ und „Rock around the clock“ gab es dann auch noch als Zugabe zu hören. Den Abschluss bildete dann natürlich der Ausmarsch mit dem Waginger Faschingsmarsch. Wie so oft bei einem Auftritt war aber dann immer noch nicht Schluss und im Treppenhaus des Pfarrheims wurde noch ausgiebig weiter musiziert. Auch Ernst Schusser vom Förderverein Volksmusik zeigte sich über die Qualitäten der Faschingsmusi begeistert: „Genau so muss es sein“, war er begeistert. Die Aussage eines Faschingsmusikanten bewahrheitete sich: „Wenn dich das Faschingsmusifieber einmal erfasst hat, dann lässt es dich nicht mehr los“.