Titel Logo
Gemeinde-Zeitung Waging a See
Ausgabe 2/2026
Gemeinde Waging
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Beim "Nudlwoigler" bebte der Kurhaussaal

Die „Waginger Faschingsmusi“ hat gerufen und viele sind der Einladung gefolgt: Musizierende Piraten der Blaskapelle Jung-Otting, eine Gruppe Minions, Prinzessinnen, Cowboys, die „Simpsons“, und sogar Gäste vom „Karneval in Venedig“ sind angereist, um beim Waginger Faschingsmusiball im Strandkurhaus feiern zu können. Natürlichauch die Mitglieder des Faschingsvereins So Halunke. Auch die „Leada Faschingsmusi“ marschierte mit dem „Rainer-Marsch“ ein und sorgte mit Titeln wie „The Saints“, „Big Bamboo“ und „Hey Baby“ für Stimmung auf der Tanzfläche.

Dass die Musiker der Faschingsmusi aus Waging es verstehen zu feiern, bewiesen sie im vergangen Jahr mit ihrem 100-jährigen Gründungsfest. Im großen Festzelt direkt am Ufer des Waginger Sees wurde an zwei Tagen ein wohl bisher noch nie dagewesenes Musikfest gefeiert: Mit Festgottesdienst in der Pfarrkirche, Gemeinschaftsspiel am Marktplatz und einem Festzug durch die Straßen der Marktgemeinde. Schnell kamen im Anschluss an das große Fest Pläne bei der närrischen Musikkapelle auf, eine erneute Faschingsveranstaltung zu organisieren. Dies führte zum diesjährigen Faschingsmusiball.

Natürlich traten die Gastgeber auch selbst bei ihrer eigenen Veranstaltung auf. Mehrmals erklang der geradezu unvermeidliche „Waginger Faschingsmarsch“. Bei Stimmungshits wie „Bella Napoli“ und „Bella ciao“, sowie Evergreens wie „Let's dance“, „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“ und „Rote Lippen soll man küssen“ galt partytechnischer Ausnahmezustand und es wurde getanzt und geschunkelt wie es einer Faschingshochburg wie Waging alle Ehre machte. Getoppt konnte die Stimmung nur noch von einem Lied werden: Lautstarke Rufe aus dem Publikum forderten den „Nudlwoigler“. Dieses gesangliche Paradestück von Harmonikaspieler Franz „Wurzl“ Murr, welcher der ehemalige Leiter der Faschingsmusi war, aber immer noch als aktiver Musiker mit dabei ist, ließ dann den alterwürdigen Kurhaussaal mit dem Refrain „Ge Oide gib a Ruah, und hau ned oiwei mit dem Nudlwoigler zua“ geradezu erbeben. Sogar ein Ständchen für den ebenso legendären Faschingsmusiker und Schlagzeuger Manfred Huber war im Programm. Für die mittlerweile 101 Jahre alte Faschingsmusi geht es natürlich auch nach ihrem Ball noch zünftig in der närrischen Saison weiter.

Thomas Pfeffer