„Beim Fasching hört sich der Spaß auf“ sagte schon Karl Valentin. Umso beeindruckender ist es deshalb, was die Musiker der Waginger Faschingsmusi zum Faschingsendspurt leisten. Neben Faschingsdienstag und dem Unsinnigen Donnerstag ist es vor allem der Rosenmontag, an dem die Mitglieder der närrischen Musikkapelle im Dauereinsatz sind.
Bereits in den Mittagsstunden hört man zum ersten Mal den in der fünften Jahreszeit unvermeidlichen „Waginger Faschingsmarsch“ wenn die knapp 30-köpfige Faschingsmusi durch die Straßen der Marktgemeinde marschiert. Dabei werden auch die Geschäfte, Supermärkte und auch Gastwirtschaften besucht und die Bevölkerung auf den Faschingsendspurt einzustimmen. Auch so manches Büro oder auch Privathaushalt wird gerne noch besucht.
Entgegen aller Wetterprognosen zeigte sich dann auch der bayerische Faschingshimmel von seiner besten Seite und die Faschingsmusi konnte bei strahlendem Sonnenschein aufspielen. Nach Einbruch der Dunkelheit hieß es bei einem Ball in Siegsdorf zu musizieren, bevor es wieder zurück in den heimischen Rupertiwinkel ging und auch die heimischen Veranstaltungen bis nach Mitternacht noch besucht wurden.
Am Faschingsdienstag hieß es dann 6.30 Uhr „Weckruf“ durch den Ortskern. Schließlich gilt es die Bevölkerung mit Blasmusikklängen zu wecken und im Anschluss noch einige Geschäfte zu besuchen, bevor dann der Waginger Fasching mit dem Faschingszug seinen Höhepunkt findet, den die Waginger Faschingsmusi traditionell musikalisch anführt. Dazu gehören natürlich auch das Ständchen beim Bürgermeister und Pflegeheim. Mit dem Gemeinschaftsspiel am Marktplatz und dem Abschlusskonzert in der Bahnhofstraße geht dann der diesjährige Fasching zumindest offiziell zu Ende. Aber wie heißt es so schön: Nach dem Fasching ist vor dem Fasching – besonders in Waging und um den musikalischen Nachwuchs der Waginger Faschingsmusi braucht man sich auch keine Sorgen zu machen!
Thomas Pfeffer