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Gemeinde-Zeitung Waging a. See
Ausgabe 4/2019
Gde. Waging - Neue Seite - Balk185
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Atemschutztag bei der Waginger Feuerwehr

Zeitgemäße Brandbekämpfung ist bereits seit den 1970er Jahren ohne Atemschutzgeräte undenkbar. Nicht nur bei Zimmer- und Wohnungsbränden, sondern auch bei Einsätzen im Freien, wie bei brennenden PKWs ist aufgrund der Atemgifte auf diese umluftunabhängige Ausrüstung nicht zu verzichten. Grundvoraussetzung hierfür ist eine erfolgreiche Teilnahme am Lehrgang für Atemschutzgeräteträger an den Ausbildungsstätten des Landkreises, bei den Feuerwehren Traunstein und Trostberg.

Zahlreiche Mitglieder der fünf Feuerwehren der Marktgemeinde Waging trafen sich kürzlich zu einem gemeinsamen Atemschutzausbildungstag, welcher am Waginger Feuerwehrhaus abgehalten wurde. Insgesamt 18 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren Gaden, Nirnharting, Otting, Tettenhausen und Waging am See nahmen an diesem Workshop teil, welcher von Atemschutzgerätewart Adrian Kolb mit seiner Mannschaft ausgearbeitet wurde. Als Ausbilder stellten sich die Waginger Feurwehrmitglieder Maximilian Huber, Sebastian Kamml, Stefan Maier, Andreas Ostermann, Janis Perschl und Michael Schramke zur Verfügung. Da eine möglicherweise geringe Tagesalarmstärke mittlerweile viele Feuerwehren betrifft, ist eine Zusammenarbeit der Aktiven verschiedener Feuerwehren durchaus in Erwägung zu ziehen. Ziel war es daher, alle Atemschutzgeräteträger einheitlich zu schulen. Hierbei soll ein einheitliches Vorgehen im Übungs- und Einsatzfall praktiziert werden. In verschiedenen Schulungsstationen wurden Themen wie die Standardeinsatzregeln im Atemschutzeinsatz, Strahlrohrführung bei der Brandbekämpfung und verschiedene Suchpraktiken im Einsatz erläutert. Auch das richtige Einsetzen eines sogenannten „Rauchvorhangs" wurde geübt. Mit diesem Vorhang kann das unkontrollierte Entweichen von Rauch bei der Türöffnung des Brandraumes verhindert werden. Weitere Aufgaben mussten in der Atemschutzkriechstrecke im Waginger Feuerwehrhaus gemeistert werden. Diverse Möglichkeiten einer Dekontamination mittels einer sogenannten Dekon-Dusche und das richtige Reinigen der eingesetzten Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen, sowie die Gerätewartung und -pflege konnten ausgiebig trainiert werden. Kreisbrandmeister Georg Fleischer, Gemeindereferent Willi Reiter, sowie Vertreter der FF Taching am See überzeugten sich vor Ort von den Aufgaben, welche die Teilnehmer des Übungstages leisteten.

T. Pfeffer