Boogie Woogie an zwei Klavieren – das ist wohl die mitreißendste und spannendste Form, diese wunderbare Klaviermusik darzubieten.
Benötigt werden dafür zwei Instrumente und natürlich zwei ausgezeichnete Boogie-Interpreten, deren Stile zueinander passen müssen und die darüber hinaus auch „das Händchen“ haben sollten, aufeinander eingehen zu können. Mit Peter Reber und Jörg Hegemann treten zwei Pianisten auf, die diese hohen Maßstäbe mehr als erfüllen. Sie kennen sich seit Mitte der neunziger Jahre und haben seitdem etliche gemeinsame Konzerte im In- und Ausland gespielt. Wie sehr die beiden Pianisten aufeinander eingespielt sind und sich ergänzen, ist auch auf ihren CDs „Eight To The Bar“ oder „Swinging Boogie Konfekt“ zu hören.
Peter Reber und Jörg Hegemann – beide sind absolut besessen von Boogie Woogie.
Wenn sie an zwei Klavieren in die Tasten greifen, wenn sich die geballte Energie von Jörg Hegemann mit Peter Rebers Brillianz mischt, dann ist für jeden spürbar, dass etwas Besonderes passiert. Die beiden schaffen eine Atmosphäre, die jeden in den Bann zieht und einen Rhytmus, der sich unmittelbar mitteilt.
Sie spielen verschiedene Klassiker der Altmeister, eigene Stücke in authentischen Stil und wissen ihr Publikum mit Ankedoten über die Musik und die Musiker zu unterhalten.
Foto: Jörg Hegemann
Aus ihrer langjährigen Erfahrung als Musiktherapeutin und dem ganz normalen Wahnsinn des Alltags schöpft Rose Neu die unverkennbar neurotischen Sahnehäubchen, die sie ihrem Publikum mit ihren spitzzüngigen Liedern und Texten serviert.
Bekannt als „DIE NEUROSE“, zeigt die stimmgewaltige Sängerin auch in ihrem neuen Programm nicht nur selten liebenswert-komische Figuren und Szenen, sie nimmt vor allem sich selbst gnadenlos auf die Schippe.
Ihre Welt sind neurotische Pessimisten, Handys, DAS vegane Selbstbewusstsein – und natürlich die Liebe.
Rose Neu bietet intensives Training für die Lachmuskeln, aber auch Nachdenkliches für Ohr und Herz. Die leidenschaftliche Unterfränkin ist mit allen schauspielerischen Wassern gewaschen, überzeugt mit ihrem Wohlfühlprogramm zum Mitmachen und beherrscht es spielend, Klamauk und Kunst harmonisch miteinander zu verbinden.
Rose Neu – erfrischend neurotische (Froh)Natur mit Mundwerk und Musik.
Foto: Andrea Geis
Lesung innerhalb des Literaturfestes „Leseglück – grenzenlos Literatur“
Ein schwarzer Regenschirm, der wichtiger ist als der eigene achtjährige Sohn und eine zeitlebens frostige Beziehung einer Tochter zu ihrer inzwischen 80-jährigen Mutter. Es sind ergreifende Geschichten, die Schauspielerin Gisela Schneeberger meisterlich und voller Hingabe auf die Bühne zaubert.
Gisela Schneeberger wurde 1948 in Dollnstein bei Eichstätt geboren. In der Schule wurde sie durch die Theatergruppe auf die Bühnenwelt neugierig, machte aber zunächst ihr Abitur und studierte Psychologie. Von 1971 bis 1974 absolvierte sie ihre Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München und ging 1974 ans Schillertheater Berlin. 1975 lernte sie Polt und Müller kennen, war in „Scheibenwischer“ und „Fast wia im richtigen Leben“ (1978) dabei und hatte 1979 an Polts Seite an den Münchner Kammerspielen Erfolg mit der Faschingssatire „Kehraus“. In der Urlaubssatire „Man spricht deutsch“ (1987) war sie Polts Ehefrau, im Klamauk „Germanikus“ (2004) die Gattin Tusnelda. Als Tankstellenfrau Susi Herzog glänzte sie in der Supermarktsatire „Langer Samstag“ (1992).
Foto: Gisela Schneeberger
Lapsuslieder & verdichtete Komik
Marco Tschirpke findet seine Pointen in Gegenwart und Geschichte. Was er aus vergangenen Epochen ans Tageslicht zieht, erhellt manchen Aspekt der Jetztzeit. Er stellt infrage, was andere voraussetzen. Und spürt mit seinen Kurzliedern und manchmal gar rauflustigen Reimen das Allgemeine im Besonderen auf. Historische Personen und lebende Artgenossen kommen da ebenso vor wie Schiffsverkehr und Raumfahrt, Freund und Feind. Er spottet, urteilt und kredenzt überraschende Einsichten in die Zeitläufte. Ein Lichtstrahl der Komik leuchtet jene Ecken des Daseins aus, denen die öffentliche Debatte keine Aufmerksamkeit widmet.
Marco Tschirpke veröffentlicht seit 2008 Gedichte mit Pointen und Musikalben. Auf den Bühnen der Republik zeigt er sich zugleich als gewiefter Pianist und Interpret seiner Verse. Etliche Preise schmücken seine Vita, darunter der Deutsche Kleinkunstpreis (2018).
Foto: Waejane Chen