Foto: Stefan Bauer
Eine beeindruckende Anzahl von mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand sich am 24.01. pünktlich zur Vernissage der ersten Kunstausstellung im Sozialraum Trostberg ein, der eine mehrmonatige Vorplanung vorausgegangen war. Alles begann mit einer Idee, die Initiator Stefan Bauer am 27.10. der Leitung des Sozialraums Trostberg um Evi Schenkl und Ninja Winter präsentierte. Diese erteilten kurzerhand die Zusage zur Nutzung der Räumlichkeiten. Der erste – und vermutlich wichtigste – Schritt war damit getan, und die Detailplanung begann.
Räumlichkeiten, Anordnung, Ausrichtung und Lichtverhältnisse mussten geplant, Künstler- und Ausstellungsverzeichnisse erstellt sowie Poster, Flyer, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Marketing organisiert werden. Hinzu kamen die Terminfindung unter 17 Teilnehmenden aus einem Einzugsradius von mehr als 200 Kilometern sowie die Themenfindung und inhaltliche Abstimmung.
Umso größer war die Freude aller Beteiligten, als am 24.01. um 10:00 Uhr morgens die Anlieferung der Kunstwerke und die gemeinsame Gestaltung des Sozialraums beginnen konnten. Innerhalb weniger Stunden verwandelte sich der Sozialraum mit seinen drei Etagen und über 200 Quadratmetern Fläche – unterstützt von mehr als 25 Helferinnen und Helfern – in ein vielversprechendes Kunstprojekt, das auch über die Landkreisgrenzen hinaus Beachtung fand. Kurz nach 18:00 Uhr war es schließlich so weit.
Mit einer motivierenden Rede eröffnete der stellvertretende Landrat und Trostberger Bürgermeister Karl Schleid die Kunstausstellung im Kreis von Künstlerinnen und Künstlern, Kreativen, Kunstinteressierten sowie neugierigen Besucherinnen und Besuchern.
Auch die Leiterin des Sozialraums Trostberg, Evi Schenkl, betonte in ihrer Begrüßungsrede die Rolle des Sozialraums als Ort der Begegnung und des lebhaften Austauschs. Gerade an diesem Wochenende stellte dies eine große Bereicherung für die angereisten Künstlerinnen und Künstler sowie für die Besucher dar und förderte maßgeblich die soziale Interaktion.
Initiator Stefan Bauer schloss die Begrüßung ab, verwies augenzwinkernd auf das „komplizierte“ Pfeilsystem im Haus zur Orientierung, das eigens für die Kunstausstellung angebracht worden war, und versprach scherzhaft, bei stündlichen Kontrollgängen nach Besucherinnen und Besuchern zu sehen, die sich möglicherweise verlaufen hätten und den Weg nach draußen nicht mehr fänden.
Gestärkt und gut gelaunt begaben sich die Gäste anschließend – mit Orangensaft und Sekt versorgt – auf eigene Faust auf Entdeckungstour durch das Haus. Ein besonderer Service für die Besucherinnen und Besucher bestand darin, dass nahezu alle Künstlerinnen und Künstler vor Ort anwesend waren und bereitwillig Auskunft zu Technik, Entstehungsprozess und persönlicher Motivation gaben. In offenen Gesprächsrunden wurde über Kunst gefachsimpelt und diskutiert, wobei viele Gäste die eine oder andere Inspiration für eigene zukünftige Projekte mit nach Hause nahmen.
Für die Künstlerinnen und Künstler war die erste gemeinsame Vernissage im Sozialraum ein voller Erfolg. Für den Organisator Stefan Bauer endete die Veranstaltung daher mit einem lachenden und einem weinenden Auge: lachend über die neu entstandenen Bekanntschaften und Freundschaften, weinend, weil die Ausstellung zu Ende ging. Das Fazit der Ausstellung lässt sich in einem Satz zusammenfassen: „Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung.“ So darf man gespannt sein auf das nächste geplante Kunstprojekt, das – so ist aus den Reihen der Künstlerinnen und Künstler zu hören – noch vor dem Sommer stattfinden wird.