Die Trostberger Stadtratsmitglieder mit Evi Schenkl, der Leiterin des SozialRaums (hinten Mitte), und Bürgermeister Karl Schleid (3. von links) vor dem fast fertiggestellten Gebäude der Traunsteiner Straße 10.
Am 25.09.2024 besuchten Mitglieder des Trostberger Stadtrats im Vorfeld der Stadtratssitzung die neu sanierten Gebäude in der Traunsteiner Straße 4-10, in denen seit April der SozialRaum Trostberg beheimatet ist. Die Stadtratsmitglieder wollten sich ein Bild vom Ergebnis der umfassenden Sanierungsmaßnahmen machen. Evi Schenkl, die Leiterin des SozialRaums, freute sich, die Stadtratsmitglieder durch die neu gestalteten Räumlichkeiten zu führen und ihnen das Konzept des SozialRaums vorzustellen. Auch einige Beschäftigte der Stadtverwaltung begleiteten den Besuch, um sich über den Abschluss der Baumaßnahme sowie die Angebote des SozialRaums zu informieren.
Die Gebäude in der Traunsteiner Straße 4-10, die seit rund 5 Jahren umfassend saniert wurden, bieten nun eine einladende Umgebung für Menschen, die Unterstützung in verschiedenen Lebenslagen benötigen. Während der Besichtigung hatten die Mitglieder des Stadtrats die Gelegenheit, sich über die angebotenen Dienstleistungen zu informieren, die von psychologischer Beratung über medizinische Hilfestellungen (Hebammenambulanz, Pflegestützpunkt) bis hin zu Integrationsangeboten reichen.
Die Leiterin des Sozialraums, Evi Schenkl, präsentierte den Stadtratsmitgliedern die bereits etablierten sowie geplanten Programme und erläuterte, wie die neuen Räumlichkeiten dazu beitragen, die Beratungsangebote effektiver und zugänglicher zu gestalten. Neben den Unterstützungsangeboten in schwierigen Lebenslagen soll der SozialRaum laut Schenkl auch Treffpunkt für verschiedene soziale Gruppen und Vernetzungsangebote sein, so z.B. für das Müttercafé und die Streetworker. Es solle nicht der Eindruck entstehen, wer dort verkehre, habe „ein Problem“, so Schenkl. Vielmehr möchte der SozialRaum ein Ort sein, der für alle Bürgerinnen und Bürger Angebote bereithält. Die Räumlichkeiten (z.B. Besprechungsräume mit Beamer) können auch von Vereinen oder anderen organisierten Gruppen für Treffen oder Schulungen gebucht werden. In den Sommerferien wurde z.B. im Rahmen des Ferienprogramms der Werkraum schon intensiv genutzt.
Der Bürgermeister betonte die Bedeutung der Einrichtung für die Gemeinschaft und hob hervor, dass der SozialRaums ein wichtiger Baustein in der sozialen Infrastruktur der Stadt sei. „Es ist gut zu wissen, dass hier sichergestellt wird, dass alle Menschen – gerade auch in schwierigen Zeiten – wohnortnah und möglichst unkompliziert Unterstützung finden können“, sagte er an Frau Schenkl gerichtet.
Die Gesamtkosten für die Maßnahme betragen rund 6,1 Millionen Euro, welche aus Mitteln der Stadt Trostberg, der Denkmalpflege sowie der Städtebauförderung finanziert werden. Wie hoch der Eigenanteil der Stadt Trostberg schlussendlich sein wird, hängt davon ab, in welcher Höhe die Fördermittel bewilligt werden. Auf Grund z.B. von unvorhergesehene Ausgaben für die Bergung und Entsorgung von asbesthaltigem Material sowie die eingetretenen extremen Baukostensteigerungen haben sich die Kosten der Maßnahme seit der Kostenplanung fast verdoppelt. Die Sanierungsmaßnahme ist im Großen und Ganzen abgeschlossen, sodass der Betrieb des SozialRaums bereits erfolgen kann. Die noch ausstehenden restlichen Arbeiten sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein.