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Stadtblatt Trostberg an der Alz
Ausgabe 5/2023
Das Rathaus
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Bürgerversammlungen 2023

Bürgerversammlung im Postsaal;

Ausschnitt aus der Präsentation der Bürgerversammlung. Hier ging es um die Errichtung der neuen Kindertagesstätten.

Bürgerversammlung Oberfeldkirchen;

Auch die Generalsanierung der Turnhalle oder die Sanierung der Traunsteiner Straße war Thema in der Versammlung.

Die diesjährigen Bürgerversammlungen der Stadt Trostberg wurden am 03.02. im Postsaal und am 13.02. in der Mehrzweckhalle in Oberfeldkirchen abgehalten. Gemäß der Gemeindeordnung ist jährlich eine Bürgerversammlung durchzuführen. Zur Bürgerversammlung in Trostberg kamen rund 85 Besucherinnen und Besucher und auch die Oberfeldkirchner Bürgerversammlung zählte rund 70 Besucherinnen und Besucher. Auf Grund der immer noch bestehenden Unsicherheit hinsichtlich des Coronavirus war es dieses Jahr, wie auch bereits 2021 und 2022, möglich, Anträge nach Art. 18 der Gemeindeordnung auch schriftlich zu stellen.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Schleid, stand der „Bericht über die Haushaltslage“ von Stadtkämmerer Gois auf der Tagesordnung. Der Kämmerer informierte über das Rechnungsergebnis der Jahresrechnungen 2021 und 2022. Anschließend wurde der Haushaltsplan für das laufende Jahr 2023 erläutert. Herr Gois schloss mit der Feststellung, dass die Finanzlage der Stadt Trostberg (noch) geordnet sei. Es bleibt dennoch herausfordernd, denn in den Jahren 2024 bis 2026 und auch in den Folgejahren stehen der Stadt Trostberg noch hohe Investitionen bevor, die durch die explodierenden Baupreise und die nicht damit einhergehenden Fördergrundlagen doppelt herausfordernd werden, so Gois.

Im Anschluss an den Bericht über die Haushaltslage informierte der Kämmerer kurz über den aktuellen Stand zur Grundsteuerreform. Er verwies auch darauf, dass es online unter www.grundsteuer.bayern.de weitere Informationen gibt.

Zu Beginn des Rechenschaftsberichtes ging Bürgermeister Schleid auf den mehrtägigen flächendeckenden Stromausfall – den sogenannten „Blackout“ - ein. Ein Notfallplan wurde dafür erstellt und Überlegungen für die Organisation eines Krisenstabs angestellt. Wie man sich am besten für den Blackout privat vorbereiten kann erfährt man auf der Website des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe oder in der Infobroschüre, die man auch im Rathaus (Bürgerservice) erhält. Nach den statistischen Einwohnerdaten berichtete Schleid, dass die Einrichtung „Rasselbande“ über weitere 3 Jahre (31.08.2026) bestehen bleibt sowie auch das Projekt „Trostberg packt´s an – Aktiv gegen Sucht“ bis Juli 2024 verlängert wurde. Nicht realisiert wurde im vergangenen Jahr hingegen die Einsetzung eines Quartiersmanagers, wie es insbesondere vom Seniorenbeirat gefordert worden war. Nach langer und intensiver Diskussion und Beratung wurde das Konzept vom Stadtrat abgelehnt. Der Bürgermeister informierte über den aktuellen Stand der beiden Leader-Projekte „Wanderwegekonzept“ und „Radbegleitinfrastruktur“. Beide sind für die Umsetzung noch in 2023 vorgesehen.

Aus dem Bereich „Planen und Bauen“ gab es wie immer viel zu berichten:

Die Stadt ist gerade mitten in der Errichtung von zwei viergruppigen Kindertagesstätten – die KiTa „Tatütata“ an der Siegerthöhe und die „AlzStadtKinder“ an der Heinrich-Braun-Straße. Bei der Errichtung beider KiTas wurde auf Nachhaltigkeit gesetzt, z.B. durch die Verwendung des Baumaterials Holz. Beide Kindertagestätten sollen heuer noch fertiggestellt werden. Bis dahin soll noch die Übergangs-KiTa in der alten Realschule bestehen bleiben, die in den letzten Sommerferien eingerichtet wurde, um auf den akuten Bedarf an Kinderbetreuung zu reagieren.

Die Generalsanierung der Heiligkreuzer Turnhalle läuft. Die Halle wurde auf Rohbauzustand gesetzt. Inzwischen wurde das Hallendach erneuert und der Trockenbau teilweise erstellt. Weitere Maßnahmen gehen vonstatten. Die Sanierungsarbeiten an den Häusern in der Traunsteiner Straße 4-10 für den „SozialRaum Trostberg“ schreiten ebenfalls voran. Die historisch nicht relevanten Gebäudeteile wurden rückgebaut. Auf Grund von Asbest-Funden musste, wie bereits bekannt, leider ein längerer Baustopp in Kauf genommen werden. Als nächstes wurden die Dächer saniert. Inzwischen sind weitere Arbeiten, wie Zimmerarbeiten-, Putz- und Stuckarbeiten- oder Schreinerarbeiten usw. bereits vergeben. Weitere Gewerke wie die Fliesenarbeiten, Außenanlagen bis hin Bauendreinigung folgen bzw. sind schon ausgeschrieben. Die Fertigstellung ist Ende 2023 geplant.

Der Bürgermeister berichtete, dass das leerstehende Gebäude des ehemaligen Gasthof Königs in der Hauptstraße 6 gerade aufwendig saniert wird. Hier wird künftig auch eine barrierefreie Verbindung mittels Aufzug von der Schulstraße zur Hauptstraße hergestellt. Der erforderliche Abbruch der Garage auf der Schulstraßen-Seite wurde bereits im vergangenen Oktober vollzogen. Der zweite Bauabschnitt ist ab zweiter Jahreshälfte 2023 geplant, erst im Anschluss kann dann der Aufzug etc. ausgeschrieben und vergeben werden. Danach berichtete Bürgermeister Schleid über die zwei Baugebieten an den Ortsrändern von Trostberg. Ab diesem Jahr sollen zahlreiche neue Wohnhäuser gebaut werden. Sowohl in Nunbichl-West als auch in Tinning sind die entsprechenden Erschließungsstraßen weitgehend fertiggestellt worden und haben auch bereits ihre Namen bekommen – Tinning „Ulmenstraße“ und Nuchbichl-West „Berghäng“. Auch 2022 wurden wieder einige Straßenbaumaßnahmen durchgeführt (Lerchenstraße, Schanzenweg und Gehsteig Schulstraße im Bereich Kindergarten), so Bürgermeister Schleid. Für 2023 sind die Sanierungen der Grubergasse, Gehsteig Dr.-Albert-Frank-Str. Ostseite und die Asphaltdecken der Schulstraße, Isarstraße und Pienzenauer Straße geplant. Nach gründlicher Reinigung der Laufbahn im Jahnstadion wurde ein neuer Laufbahnbelag aufgebracht und die Linierung für den Sport wieder hergestellt. Der Skaterplatz, der in der Skaterszene sehr beliebt ist, wurde modernisiert. Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz an der Pechlerau (Abschnitt mit Alzaufweitung und Vorlandabsenkung) wurden im Herbst mit Kampfmittelsondierung und Baumfällungen begonnen. Die Errichtung der Dämme ist fürs kommende Jahr vorgesehen. Bürgermeister Schleid informierte über den Verfahrensstand hinsichtlich der Ortsumfahrung Altenmarkt der B 304. Nach langjährigen vorbereitenden Untersuchungen wurde nun das Planfestellungsverfahren für den Bauabschnitt II der Ortsumfahrung Altenmarkt eingeleitet. Noch bis 16.03.2023 können Einwendungen an die zuständige Behörde, die Regierung von Oberbayern, gerichtet werden.

Der Bürgermeister berichtete über das Kulturleben in Trostberg, welches nach den Corona-Jahren endlich wieder in „normaler“ Form stattfinden konnte. Das Volksfest, knapp 200 Veranstaltungen im Postsaal und Stadtmuseum sowie der Weihnachtsmarkt standen auf dem Programm. In diesem Jahr darf sich auch wieder auf die Kunstmeile gefreut werden, die vom 11. -29. 05. stattfindet, sowie auf das Volksfest von 02.-11.06.2023. Ebenso stellte Bürgermeister Schleid den Bürger/innen den neuen E-Mail-Newsletter und Veranstaltungskalender vor. Auch die Arbeit der Musikschule hob der Bürgermeister lobend hervor.

Abschließend gab der Bürgermeister einen Überblick über die vielen vom Bauhof und den Stadtwerken 2022 durchgeführten Arbeiten. Das Eisstadion entwickelte sich im vergangenen Jahr wieder zu einem Publikumsmagneten. Trotz der Energiekrise beschloss der Stadtrat im Herbst 2022, das Eisstadion zu öffnen und die Wintersaison 22/23 nur leicht zu kürzen.

Im Anschluss an die Präsentation des Bürgermeisters hatten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit sich mit Fragen zu Wort zu melden. Folgende Themen wurden u.a. angesprochen: Gefahr durch Starkregenereignisse, ÖPNV-Stadtbus und Busverbindung nach Oberfeldkirchen; Hochwasserschutz Pechlerau; Graben Heuberg; Radweg Engertsham; B304 Ortsumfahrung Altenmarkt; Sauberkeit in Trostberg; Kontakt zur Stadtratsmitgliedern; Lautsprecheranlage am Friedhof Trostberg; Bushaltestelle in Oberfeldkirchen; Radwege in Oberfeldkirchen; Versetzung des Ortseingangsschildes von Oberfeldkirchen; Mobilfunkmasten und Zukunftssicherung des Krankenhauses

Bürgermeister Schleid beantwortete die Fragen oder verwies an die zuständigen Stellen. Sofern es sich um Anträge handelt, werden diese dem Stadtrat zur Beratung vorgelegt. Schleid bedankte sich abschließend bei allen Anwesenden für ihr Interesse.