„Anfang und Ende aller künstlerischen Aktivität ist die Wiedergabe der Welt um mich, durch die Welt in mir.“ (J. W. v. Goethe)
„Die Kunst ist lang // und kurz ist unser Leben“ (J. W. v. Goethe)
Mein Heizholz und ich
Beim Holz machen für den Kachelofen fallen oft Stücke an, die sehr schön geformt sind. Die zu verheizen bringe ich nicht übers Herz, sondern leg sie auf die Seite. Sie werden dann mit Schnitzeisen, Raspel und Feile handlich gemacht und in freier Assoziation in ihrer Form verfeinert, vielleicht auch geschmückt. So ergeben sich Einzelstücke, die sich dann manchmal – auch mithilfe anderer Materialien – zu Gruppen zusammenfinden.
Das ganze arrangiert sich vor dem Hintergrund meiner Bilder in Form und Farbe als eine eigene, sehr bewegte Welt für sich: eine Parade der inneren Wesen einer verborgenen Welt?
Natürlich ist diese Installation als Wertschätzung gedacht für die Lebewesen, die wir in unserer Gier nach Energie in grausamer Allianz mit Sturm und Käfer massenweise vernichten: unsere Bäume.
Als Schreinerin bin ich von Berchtesgaden aus über die Arbeit mit Antiquitäten nach Berlin in der Hochschule der Künste gelandet und habe dann über 30 Jahre Menschen mit Handicap sowohl am PC als auch in verschiedenen Gewerken künstlerisch begleitet. Jetzt bin ich in Rente, wieder zuhause und habe endlich Zeit und Raum für meine eigenen Projekte.