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Stadtblatt Trostberg an der Alz
Ausgabe 9/2023
Vereine und Verbände
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Kinder spielten Osterhase

Nestbauhilfe für die Vogeleltern

Die beiden Kids, Caecilia (6 Jahre) und Valentina (3 Jahre) sind sehr gute Freundinnen. Beide kennen sich vom Kindergarten in der Schwarzau und auch sonstigen gemeinsamen Unternehmungen in der Nachbarschaft auf der Dietlwiese. Für die Natur zeigen sie großes Interesse, im Garten zuhause, aber auch im Kindergarten beobachten sie die gefiederten Sänger und haben auch davon gehört, dass im April die Zeit gekommen ist, wo Stare mit dem Nestbau beginnen. Dazu brauchen diese aber eine eigene Wohnstube, einen Nistkasten.

Im Herbst hatten sie ja schon kräftig mitgeholfen, die Nistkästen am Alzkanal zu reinigen, wie das vom Landesbund für Vogelschutz empfohlen wird. Ein Starenkasten mit einem Einflugloch von 5 cm und eine Nisthöhle für eine Wasseramsel war noch nicht dabei. Das hatten sie nun rechtzeitig kurz vor Ostern nachgeholt.

Das zukünftige Kinderzimmer für die jungen Stare ist abseits vom Kanalweg, in Randlage zu einer Wiese angebracht. Dort können die Stareneltern Würmer, Raupen und sonstige „Leckereien“ sammeln, für die hungrige Kinderschar im Nest. Und damit die Stare gefallen an dem neuen Zuhause finden, stopfte Caecilia trockenes Gras in den Nistkasten, damit dieser beim ersten Blick durch das Einflugloch nicht so leer aussieht. Valentina hatte dabei ihrer Freundin kräftig unter die Arme gegriffen. Inzwischen haben Stare schon eine „kuschelige“ Nestmulde daraus gebaut. Die Starenmama wird nun die kleinen, einfarbigen, hell grünlichblauen bis weißlichen Eier legen. Beide Stare brüten dann abwechselnd und nach etwa 2 Wochen schlüpfen die kleinen Starenkinder.

Am linken Alzufer fand die Nisthöhle für die Wasseramsel ihren Platz. In Begleitung von Mama, bzw. Papa wollten sie natürlich wissen, woher der Name Wasseramsel kommt und was diese ihren Kindern füttern. Karl Schönberger, den die Kinder ja schon gut kennen erklärte, dass dieser schwarzbraune Vogel, mit dem typischen weißen Brustfleck, das ganze Jahr hier an der Alz und Traun beobachtet werden kann. Der Vogel sitzt gerne auf Steinen, kleinen Felsblöcken im fließenden Wasser, knickst im Sitzen, taucht und läuft mit abgespreizten Flügeln gegen die Strömung im Wasser und kann schwimmen. Unter den Steinen sucht sie nach Larven, Krebstieren, Wasserschnecken und gelegentlich kleinen Fischen. Die jungen Vögel können sogar früher tauchen als fliegen!

Für die vielen Kohl- und Blaumeisen, die die Nistkästen am Alzkanal bewohnen hatten sich Caecilia und Valentina noch eine Besonderheit ausgedacht. Sie wollten den Vogeleltern beim Auspolstern der Kinderstuben eine besonderer Freude machen.

2 Stück „Nestbauhilfe“, kleine Gitterkäfige, mit Federn aus einem alten Sitzkissen befüllt, soll die mühsame Suche nach Federn in der ausgeräumten Natur erleichtern. Während Meisen das Angebot zunächst etwas misstrauisch beäugten, griffen „unsere Dreckspatzen“ sofort beherzt zu!

Was die „gefiederten Freunde“ dem Osterhasen wohl gesungen haben?

Karl Schönberger (Mitglied im BN und LBV)