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Infoblattl Teisendorf
Ausgabe 2/2026
Teisendorf
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Die Sonne geht über dem tiefwinterlichen Maria Mühlberg bei Waging auf

Die Strahlen erleuchten das Gotteshaus und die Herzen derer, die ihre Sorgen und Nöte, Bitten und Dank in einer Wallfahrt zur Mutter Gottes tragen.

R.F.: „Als Eva, Magd beim Bauern Adam Laiminger an einem Feiertage nach beendigter Vesper in der Pfarrkirche zu Waging nach Hause ging, sah sie unweit im Freien eine wunderschöne Frau in himmlischem Gewande dreimal um einen in der Nähe stehenden Birnbaum gehen ….“– so schreibt der Waginger Pfarrer Josef Schmid (1849-1867) auf und erzählt weiter von der damaligen Heilung des kranken Fußes der Magd und somit dem Beginn der Wallfahrt auf den Mühlberg am 24. Juni 1669. So großer Beliebtheit erfreute sich in den folgenden Jahrhunderten eine Wallfahrt nach Mühlberg, dass die umliegenden Pfarreien zeitweise für eine Wallfahrt an den Sonntagen ein Verbot erließen.

Ein winterlicher Spaziergang von Waging aus hinauf zum Gotteshaus und weiter über Gaden wieder zurück nach Waging führt hin zu den um 390 Votivtafeln. Sie erzählen von Bitte und Dank, von Sorgen und Nöten und stellen in ihrer authentischen Darstellung und mit der meist erfolgten genauen Datierung einen ungeheuer großartigen Schatz in Bezug auf die Geschichte des Rupertiwinkels dar.

Rosi Fürmann