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Infoblattl Teisendorf
Ausgabe 8/2026
Teisendorf
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Ein Tag für alle Sinne

Die Besucher konnten den Garten auch selbst erkunden

Die Besucher lauschten interessiert dem Vortrag von Barbara Spindler (rechts im Bild) zu den Heilwirkungen der Kräuter

Das Kneippbecken ist in die natürliche Vegetation integriert.

 

 

 

Am Sonntag, den 05. Juli öffnete Barbara Spindler aus Hausmoning ihr Gesundheitsgartl für alle interessierten Besucher. Von nah und fern kamen viele Garten- und Kräuterfreunde, um sich über die Vielfalt der Kräuter und ihre Wirkungen für die Gesundheit zu informieren, die Schönheit der Anlage zu bewundern, gute Gespräche zu führen, abzuschalten und zu entspannen.

Es war ein Tag für alle Sinne, sehen und riechen bei einem Gartenspaziergang schmecken bei den angebotenen Verkostungen, fühlen und tasten im Barfußlabyrinth. In der Hausapotheke konnte man viel Neues lernen. Alles was man mitbringen sollte war Zeit und Neugierde. Jeder konnte den Tag auch auf eigene Faust erkunden. Um 10 und 14 Uhr ührte die Kräuterexpertin die Besucher durch ihren Garten, in dem über hundert verschiedene Kräuter und Heilpflanzen wachsen. Die Führung startete an einem Kunstwerk, das die Elemente Wasser, Holz, Erde, Feuer und Metall symbolisiert.

Barbara Spindler erklärte, dass die heimischen Kräuter in den Beeten nach diesen Elementen geordnet sind – es gibt ein Feuerbeet, ein Erde-, Wasser-, Metall- und Holzbeet. Die gelernte Praktikerin der Traditionellen Europäischen Heilkunde (TEH) und Reflexologin (Fußreflexzonenmassage) möchte damit asiatische Heilmethoden mit heimischen Kräutern verbinden. So stehen beispielsweise im Feuerbeet Pflanzen, die sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirken, während im Wasserbeet Kräuter wachsen, die bei Krankheiten der Ausscheidungsorgane oder Knochen geeignet sind. Zu den einzelnen Arten gab es von Spindler viele Informationen zu den Wirkungen, den Anwendungen, der Nachzucht oder zu Unterscheidungsmerkmalen von giftigen Varianten. Natürlich konnten auch Fragen gestellt werden, die dank Spindlers umfangreichem Wissen kompetent beantwortet wurden. Um auch die anderen Sinne anzusprechen, lud die Kräuterexpertin dazu ein, die Pflanzen zu riechen und zu kosten. Mit den Füßen spüren konnte man einige davon neben verschiedenen Stein- und Holzarten in dem in den Garten integrierten Barfußlabyrinth.

Außerhalb der Führungen konnten die Besucher den Garten in aller Ruhe auch allein erkunden und genießen. Bei einem Vortrag in der kühlen Hauskirche gab die Kräuterexpertin Tipps zur Hausapotheke, in der die verschiedenen Kräuertees nicht fehlen sollten. Auch das Thema Kneipen wurde angesprochen mit einem ganz praktischen Tipp „Kneippen kann auch mit der Dusche gemacht werden“. Interessant auch die Informationen zum Thema wickeln. Wie und wozu wird ein Wickel richtig gemacht?

Bei Fieber, Schleimbeutelentzündung, Leberbeschwerden um nur einige Anwendungen zu nennen. Auch dazu gabs einen Spruch von Pfarrer Kneipp „Alle 14 Tage Leberwickeln und man wird nicht mehr krank.“ Viele einfache aber vielversprechende und gesundheitsfördernde Ratschläge, die die TEH-Praktikerin parat hatte. Wer die gesundheitsfördernden Kräuterrezepte zum Nachlesen mitnehmen wollte, konnte das tun.

So erfuhr der Besucher beispielsweise, dass Beinwellsalbe blutstillend, antirheumatisch, gewebebildend und wundheilend ist und daher bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Blutergüssen, Muskel- und Knochenverletzungen oder bei Schwangerschaftsstreifen aufgetragen werden kann.

Eine große Auswahl von Kräutersalben war im Innenhof ausgestellt. Besonders gefragt war die Salbe mit Spitzwegerich gegen Insektenstiche.

Barbara Spindler verwendet ihre Kräuter auch zu Herstellung von Likören, Sirup, Kräutersalz oder Kräuterzucker. Die Besucher konnten sich selbst überzeugen, wie gut das alles schmeckt.

Auch die von Spindler selbst zubereiteten Häppchen mit Kräuterzusatz schmeckten köstlich und kamen gut an. Es war für alle Besucher ein interessanter und lehrreicher Tag. Das angenehme Wetter machte den Spaziergang durch den vielfältigen Garten zu einem entspannenden Erlebnis.

chris