1. Kdt. Bernhard Heimendahl
1. Vorstand Josef Koch
Die Pidinger Feuerwehrler beim Feuerwehrfest in Thalmannsfeld
v.l. 1.Bgm. Hannes Holzner, 1.Kdt. Bernhard Heimendahl, Dieter Abfalter, Andreas Holzner, 2.Kdt. Peter Haiker jun., 1.Vorstand Josef Koch
Traditionell am 6. Januar hielt die Freiwillige Feuerwehr Piding Ihre Hauptversammlung beim Altwirt ab. Vorstand, Kommandant, Kassier und Jugendwart hielten in Ihren Berichten Rückschau auf die Ereignisse des letzten Jahres.
Aus Sicht des 1.Kommandanten Bernhard Heimendahl war 2025 ein ereignisreiches Jahr.
Insgesamt wurde die Feuerwehr Piding zu 83 Einsätzen gerufen – das entspricht dem Durchschnitt der letzten Jahre. Der Großteil der Einsätze (51) waren technische Hilfeleistungen, darunter Verkehrsunfälle, Wasser- und Tierrettungen, Ölspurenbeseitigungen und Türöffnungen. Besonders erwähnenswert sind die fünf Hochwassereinsätze, bei denen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Anger unterstützt wurden.
Zu 20 Brandeinsätzen rückten die Florianijünger aus, darunter ein Dachstuhlbrand in der Silvesternacht. „Hier haben wir tatkräftige Unterstützung von unseren Nachbarwehren aus Bad Reichenhall und Marzoll erhalten – ein Zeichen der guten Zusammenarbeit“, so der Kommandant. Auch bei ABC-Einsätzen, wie einer undichten Gasflasche oder einer unbekannten Flüssigkeit, die sich im Nachhinein als Wandfarbe entpuppte, war die Wehr gefragt.
Neben den Einsätzen wurde auch intensiv geübt: Insgesamt fanden 104 Übungen statt, bei denen fast 3.000 Stunden von investiert wurden. Dazu kamen zahlreiche Lehrgänge und Fortbildungen, um fachlich immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Mehrere Mitglieder konnten Leistungsabzeichen ablegen, darunter auch die höchste Stufe Gold-Rot – ein sichtbares Zeichen für Ausbildung und Durchhaltevermögen.
Im letzten Jahr wurden auch wieder einige Anschaffungen vorgenommen, die vom Feuerwehrverein stark unterstützt wurden. Wir werden über diese Anschaffungen, die die Einsatzfähigkeit der Wehr stärken im kommenden Gemeindereport berichten.
Die Zahl der aktiven Feuerwehrkameraden und Feuerwehrkameradinnen konnte auf konstant erfreulich hohem Niveau gehalten werden. Wenigen Austritten, die beruflich oder persönlich bedingt waren, stehen drei Übertritte aus der Jugendfeuerwehr gegenüber.
Ein besonderes Anliegen bleibt die Nachwuchsarbeit. Schulbesuche und das Ferienprogramm „Ein Tag bei der Feuerwehr“ ermöglichten Kindern und Jugendlichen einen spannenden Einblick in die Arbeit der Feuerwehr – und vielleicht den ersten Schritt in ein späteres Ehrenamt.
In seinem Rückblick auf das Vereinsjahr zeigte der 1. Vorstand Josef Koch auf, dass auch abseits des Einsatzgeschehens umfangreiche Aktivitäten auf dem Programm standen.
Mancher hatte wohl gedacht, dass es im Jahr nach dem 150-jährigen Jubiläum der Wehr etwas ruhiger zugehen würde.
Zwar waren keine Großveranstaltungen zu planen oder durchzuführen. Trotzdem präsentierte sich der Verein wieder erfolgreich in der Öffentlichkeit. Das Dorffest der Feuerwehr konnte bei sehr gutem Wetter unter musikalischer Umrahmung durch die Musikkapelle Piding wieder mit großem Besucherandrang erfolgreich veranstaltet werden. Auch am Rupertimarkt fanden viele Gäste den Weg zum Feuerwehrhaus, um dort die Speisen und Getränke zu genießen und eine entspannte Zeit zu verbringen.
Ein fester Bestandteil des Jahres waren auch die Jubiläumsfeste befreundeter Feuerwehren. Besonders hervorzuheben ist die Teilnahme am 150-jährigen Gründungsjubiläum der Feuerwehr Thalmannsfeld in Mittelfranken zu dem der Verein mit einem Bus anreiste.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt auch der historische Oldtimer der Feuerwehr Baujahr 1941. Ob bei Blaulichttagen, der Classic-Expo in Salzburg oder beim Sommerfest des Familienbetreuungszentrums der Bundeswehr – die Oldtimerfreunde Piding waren mit viel Herzblut im Einsatz und begeisterten Jung und Alt.
Einen erfreulichen Blick auf den Mitgliederstand des Vereins konnte Josef Koch werfen. Zum Jahresende zählte die Feuerwehr 89 aktive Mitglieder, 7 Jugendliche, 100 Fördermitglieder, 11 passive Mitglieder und 7 Ehrenmitglieder. „Ohne die Unterstützung unserer Förderer, Geschäftsleute und der Gemeinde wären viele Aktivitäten nicht möglich“, betont der Vorstand. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die durch Spenden, Mithilfe oder einfach durch ihr Dasein die Feuerwehr lebendig halten.
Einen wichtigen Platz in jeder Hauptversammlung haben Ehrungen und Beförderungen verdienter Feuerwehrangehöriger.
In diesem Jahr wurden je drei junge Kameraden von der Jugendfeuerwehr in die Aktive Mannschaft übernommen und daher zum Feuerwehrmann ernannt, drei Mitglieder zum Oberfeuerwehrmann.
Zum Oberlöschmeister wurde Dieter Abfalter und zum Hauptlöschmeister Andreas Holzner befördert.
Das Feuerwehr Ehrenzeichen in Silber (25 Jahre aktiver Dienst) erhielt Martin Reichenberger und das goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Dienst konnte an Dieter Abfalter und Franz Höglauer verliehen werden.
Auch beim Feuerwehrnachwuchs kann auf ein Jahr voller Aktivitäten zurückgeblickt werden.
Allein 27 Übungen organisierten der Jugendwart Armin Straßer und seine Helfer im vergangenen Jahr. Darüber hinaus waren die Jungfeuerwehrler bei Leistungsprüfungen sowohl in Bayern, wie auch im benachbarten Salzburg präsent und zeigten was sie gelernt haben.
Der Spaß und die Abwechslung kam dabei nicht zu kurz. So stand ein Besuch bei der Flughafenfeuerwehr in Salzburg und ein Bowling Ausflug auf dem Programm.
Wer bei diesem Programm Geschmack an der Feuerwehr findet, kann sich beim Jugendwart Armin Straßer melden. Die Übungen finden im zweiwöchigen Rhythmus jeweils am Dienstagabend statt.
Infos zur Jugendfeuerwehr auf der Homepage der FFW Piding (https://piding.feuerwehren.bayern/jugend/) oder Instagram.
2025 war ein Jahr, das gezeigt hat: Die Freiwillige Feuerwehr Piding ist nicht nur eine Einsatztruppe, sondern ein lebendiger Verein, der durch Gemeinschaft, Engagement und moderne Ausstattung die Sicherheit und das Gemeinschaftsgefühl in der Gemeinde stärkt.
In seinem Schlusswort stellte der 1.Kommandant fest, dass „unser größter Dank allen gilt, die Tag und Nacht bereit sind, für andere da zu sein – und ihren Familien, die sie dabei unterstützen.“