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Remagener Nachrichten
Ausgabe 29/2026
Seite 2
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Wo ist die Ahr?

Die Ahr ist bei ihrer Mündung nur eine Pfütze.

REMAGEN/SINZIG. DG. „Sag mir, wo die Ahr jetzt ist, wo ist sie geblieben?“ So könnte man das damals von Marlene Dietrich gesungene Lied jetzt etwas umdichten. Die Pegel in Altenahr und Bad Bodendorf weisen seit mindestens zwei Wochen nur ganz geringe Schwankungen auf, und das auf sehr niedrigem Niveau. Folgt man dem Flusslauf bis zur Mündung bei Kripp, traut man seinen Augen nicht: Gut 100 Meter vorher scheint die Ahr ihre Existenz aufzugeben, das Flussbett ist ausgetrocknet, da fließt nichts mehr in den Rhein hinein. Zumindest nicht an der Oberfläche, dem Vernehmen nach soll ein Teil des Wassers versickern und dann doch noch den Rhein erreichen. Es sieht aber schon erschreckend aus, und die armen kleinen Fischlein scheinen dort nur aufgeregt hin und her zu schwimmen, der Sauerstoff wird denen bestimmt auch knapp. Ein Bild, dass keiner so recht glauben mag „Oh, leever Jott, jevv uns Wasser“, würden die Bläck Fööss jetzt sicher intonieren. Aber: Bitte nicht zu viel! Denn just zur gleichen Zeit jährt sich die verheerende Ahr Flut zum fünften Mal. Gegensätzlicher können die Bilder nicht sein.